MÜNSTERSCHWARZACH

Unermüdlich für die Abtei

In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst begingen am Sonntag sechs Patres und Brüder des Klosters Münsterschwarzach in der Abteikirche ihre Profess- und Priesterjubiläen. Gleichzeitig wurde im Gottesdienst auch das Kirchweihfest gefeiert.
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Ein Festtag in der Benediktiner-Abtei: Am Sonntag wurden in Münsterschwarzach Profess- und Priesterjubiläen gefeiert. Die Jubilare sind (von links): Pater Franziskus Büll, Pater Cornelius Hörnig, Pater Willigis Jäger, Abt Michael Reepen, Pater Wolfram Fehn und Bruder Elias Straus. Foto: Foto: Reichl

In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst begingen am Sonntag sechs Patres und Brüder des Klosters Münsterschwarzach in der Abteikirche ihre Profess- und Priesterjubiläen. Gleichzeitig wurde im Gottesdienst auch das Kirchweihfest gefeiert.

Vor Abt Michael Reepen und der versammelten Klostergemeinschaft erneuerten die Professjubilare ihre Gelübde, die sie vor vielen Jahren an gleicher Stelle gesprochen hatten. Nach dem Gottesdienst konnten die Jubilare ihren Festtag mit ihren Angehörigen in froher Runde verbringen. Bei einer klosterinternen Feier am Abend skizzierte Abt Michael das Leben der einzelnen Jubilare und dankte den Mitbrüdern nochmals für ihren unermüdlichen und treuen Einsatz für die Belange des Klosters. Geehrt wurden folgende Patres und Brüder.

Die Jubilare im Überblick

Pater Willigis Jäger – 65 Jahre Profess und 60 Jahre Priester. Der gebürtige Hösbacher kam nach dem Gymnasium 1944/45 zum Wehrdienst und geriet in amerikanische Gefangenschaft. 1950 legte er die feierliche Profess ab und 1952 die Priesterweihe. Anschließend war er unter anderem als Turn- und Sportlehrer am Kloster-Gymnasium tätig. In Japan machte er seine Ausbildung zum ZEN-Lehrer, war von 1983 bis 2001 Leiter des Meditationszentrums St. Benedikt in Würzburg und leitet seit 2002 das Meditationszentrums in Holzkirchen im Spessart.

Pater Wolfram Fehn – 60 Jahre Profess. Geboren 1932 in Aschaffenburg, trat er nach dem Abitur der Klostergemeinschaft bei. Er studierte Philosophie und wurde im Juli 1957 zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er sechs Jahre im Missionsgebiet in Tansania. Nach seiner Rückkehr nach Münsterschwarzach war er Novizenmeister und Betreuer der zeitlichen Professen, war von 1971 bis 1999 Pfarrer in Stadtschwarzach mit Filialen und kehrte 2000 in die Abtei zurück. Pater Wolfram ist jetzt Altenseelsorger im Kloster.

Pater Franziskus Büll – 50 Jahre Profess. Geboren wurde der Jubilar in Berlin und wuchs in Bad Homburg auf. Nach dem Abitur trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein, legte seine zeitliche Profess 1962 und 1965 die feierliche Profess ab. 1968 wurde er zum Priester geweiht, studierte Philosophie, Theologie sowie für das Lehramt Biologie und Chemie und promovierte zum Doktor der Theologie in Kirchengeschichte. Von 1974 bis 2011 war er Lehrer am Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach in den Fächern Biologie, Chemie und Physik. Besonders liegen ihm der Umweltschutz und die ökologischen Themen am Herzen. Seit 1984 ist Pater Franziskus auf der „Kloster-Liste“ Gemeinderat von Schwarzach am Main.

Bruder Elias Straus – 50 Jahre Profess, geboren 1943 in Güntersleben. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er in der Kloster-Schneiderei das Schneiderhandwerk und trat 1960 in die Abtei ein. Am 18. September 1962 war seine zeitliche Profess und 1968 schloss er sich durch die ewigen Gelübde für immer dem Kloster Münsterschwarzach an. 1969 legte er als Schneider die Meisterprüfung mit bestem Erfolg ab und leitet bis zum heutigen Tag die Kloster-Schneiderei. Außerdem war er Jahre lang Rektor und Leiter des Lehrlingsseminars St. Plazidus.

Pater Cornelius Hörnig – 50 Jahre Priester, geboren in Wertheim. Nach dem Abitur trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein, studierte Philosophie und Theologie, Latein und Geschichte für das Lehramt. Von 1979 bis 2002 war Pater Cornelius Direktor des Egbert-Gymnasiums. In diese Zeit fiel auch der Ausbau des Egbert-Gymnasiums zu einem Vollgymnasium mit über 900 Schülern. Pater Cornelius war ein Lehrer mit „Leib und Seele“ und die Schule sein Leben. Seit 2002 wirkte er in der Benediktiner-Abtei Dormitio auf dem Zion in Jerusalem. Danach siedelte er nach Hildesheim über und arbeitete als Krankenhausseelsorger. Anschließend war er ein beliebter Krankenhausseelsorger in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg. Im Herbst 2011 siedelte er in die Benediktiner-Abtei St. Georgenberg-Fiecht in Tirol über, um den dortigen Mitbrüdern in der Kloster-Seelsorge zu helfen.

Abt Michael Reepen – 25 Jahre Priester, geboren in Freiburg/Breisgau. Nach dem Abitur Studium der katholischen Theologie. 1982 Klostereintritt in Münsterschwarzach. 1983 zeitliche Profess. 1983 bis 1986 Fortsetzung seines Studiums der Theologie in Würzburg. Zum Priester wurde er 1987 geweiht. Präfekt und Erzieher im Lehrlingsseminar St. Plazidus. 1989 bis 1991 Missionar in der Abtei Ndanda/Tansania. Danach Rektor in St. Plazidus und Schulseelsorger am Egbert-Gymnasium. Von 1997 bis 2006 war Pater Michael Novizenmeister der Abtei Münsterschwarzach. Am 20. Mai 2006 wählten ihn die Mönche der Abtei zum Abt von Münsterschwarzach. Seit nunmehr sechs Jahren führt und leitet Abt Michael mit viel Freude und Engagement die Klostergemeinschaft gemäß seinem Wahlspruch „In der Freude des Heiligen Geistes“.

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