Rödelsee

Um 23 Uhr geht am Rödelseer Rathaus das Licht aus

Weniger Licht, mehr Artenvielfalt und Naturschönheit: So will es ein neues Gesetz, das nun in Rödelsee umgesetzt wird. Und für das Hundekot-Problem gibt's eine neue Idee.
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Die Lampe am Rödelseer Rathaus darf künftig ab 23 Uhr nicht mehr leuchten. Foto: Gerhard Krämer

Die neuen Gesetze zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern wirken sich auch auf die Kommunen aus. Dort gilt ab 23 Uhr jetzt ein Verbot der Fassadenbeleuchtung. In Rödelsee ist die Lampe am Rathaus betroffen.

Für öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Ämter oder touristische Anlagen gilt jetzt ein Verbot, die Fassade ab 23 Uhr bis zur Morgendämmerung zu beleuchten. Dies bedingt das Gesetz zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern. Das Verbot gilt nicht, soweit die Beleuchtung durch Rechtsvorschrift vorgeschrieben ist oder für die öffentliche Sicherheit erforderlich ist.

Für Rödelsee bedeutet dies nach den Worten von Bürgermeister Burkhard Klein bei der Sommersitzung des Gemeinderats im Café am Schwanberg, dass künftig die Lampe am Rathaus ab 23 Uhr auszuschalten ist. Das sei möglich, weil sie für Ausleuchtung des Platzes vor dem Rathaus nicht notwendig sei.

Stellplätze auf Grundstücken belohnen

Bürgermeister Klein informierte die Ratsmitglieder, vier waren zur Sommersitzung entschuldigt, über die Anfragen von Bürgern, die er bei den mobilen Quartiersgesprächen erhalten habe. Themen seien die "Herdprämie" gewesen, bei der Eigentümer, die auf ihrem Grundstück Stellplätze schaffen und so zur "Entlastung des ruhenden Verkehrs beitragen", 1500 Euro bekämen, was der Ablösesumme für einen eigentlich vorgeschriebenen Stellplatz entspricht, ebenso das zu schnelle Fahren in Wohngebieten, Verkehrsspiegel oder Grünflächen, Büsche oder Bäume als Verkehrshindernisse.

Laut Tischvorlage soll nach Vorliegen der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Kommunalen Verkehrsüberwachung in Zusammenarbeit mit Studenten der Universität Würzburg, Vertretern der Polizei Kitzingen, des Landratsamtes und der Verwaltung ein öffentlicher Workshop mit interessierten Bürgern stattfinden. Termin ist voraussichtlich im Oktober/November.

Zu viel Split im Fröhstockheimer Friedhof

Beim Friedhof Fröhstockheim ist laut Klein bemängelt worden, dass zu viel Split aufgebracht worden sei und auch das Gelände zu den Grabkammern hin zu steil angelegt worden sei. Dieses Problem sei bereits erkannt, betonte Klein. Der Gemeinderat beschloss, einen entsprechenden Auftrag an die Firma SDA Kitzingen zu vergeben.

Weitere Punkte, die angesprochen wurden, drehten sich nach Kleins Angaben um die angesäten Wildblumen im Rödelseer Friedhof und um Hundekot. Bei letzterem Thema komme es wohl meist nachts zu den "unschönen Verunreinigungen", weswegen zu überlegen sei, ob an bestimmten Plätzen innerorts Wildkameras installiert werden sollten.

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