MAINSTOCKHEIM

Überführung: Totalschaden mit Ferrari

Bereits nach knapp 100 Kilometern nahm am Donnerstagabend bei einem Verkehrsunfall auf der A 3 die Überführungsfahrt eines Ferrari etwa vier Kilometer vor dem Biebelrieder Kreuz ein jähes und teures Ende. Der 25-jährige Pilot des Sportwagens wurde zum Glück nur leicht verletzt. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf über 60 000 Euro.
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60000 Euro Schaden: Nur noch Schrott ist dieser Ferrari, der auf der Autobahn unterwegs war und auf Höhe von Mainstockheim in eine Böschung rauschte. Glück hatte der Fahrer, der nur leicht verletzt wurde. Foto: Polizei
 
Der 25-Jährige, ein Autohändler aus Frankreich und sein vier Jahre älterer Bruder waren nach dem Kauf des Wagens in Nürnberg auf der Rückfahrt in ihr Heimatland. Der Bruder fuhr mit einem Audi voraus.
 
Wie die Autobahnpolizei mitteilt, hatte gegen 18.30 Uhr ein Kia-Fahrer den Ferrari überholt und fuhr nach seinen Angaben mit ca. 190 Stundenkilometern auf dem linken der drei Fahrstreifen auf der Dettelbacher Mainbrücken. Um die rote Flunder vorbeizulassen, wechselte der Kia-Fahrer auf den mittleren Fahrstreifen, wo der um ein Vielfaches stärker motorisierte Bolide folgte. In diesem Moment hatte der junge Ferrari-Fahrer, nach den Erkenntnissen der Autobahnpolizei, allerdings schon beschleunigt und beabsichtigt, den Vorausfahrenden auf dem mittleren Fahrstreifen rechts zu überholen. Um nicht aufzufahren, wich er nach rechts aus und geriet dabei ins Schleudern.
 
Der flache Flitzer schoss über die Brücke, durchbrach nur wenige Meter nach dem Ende der Autobahnbrücke die Außenleitplanke und kam nach ca. 50 Metern in der steil abfallenden Böschung zum Stehen. Fast unverletzt - mit Prellungen und einer Platzwunde - konnte der Fahrer aus seinem Wagen steigen. Er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der etwa zwölf Jahre alte Sportwagen war jedoch schrottreif.
 
Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten dann noch fest, dass der 29-jährige Bruder des Verunglückten, der mit dessen Audi unterwegs war, keine gültige Fahrerlaubnis besaß. 
 
Nun erwartet den Ferrari-Fahrer nicht nur ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, sondern auch noch wegen Ermächtigung zum Fahren ohne Fahrerlaubnis und seinen Bruder wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Beide Franzosen mussten deshalb jeweils eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

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