KITZINGEN

Über das Leben und Wirken der jüdischen Lyrikerin Hilde Domin

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen lädt am Mittwoch, 16. Oktober, 19.30 Uhr, zu einem Vortrag über die Lyrikerin Hilde Domin (1909-2006) in die Alte Synagoge ein. Referentin ist Safeta Obhodjas, bosnisch-muslimische Herkunft und seit vielen Jahren wohnhaft in Wuppertal.
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Sommer Teil 3
Die 1882/83 erbaute Alte Synagoge in Kitzingen. Derzeit wird das schöne Bauwerk für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Foto: Günther Fischer

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen lädt am Mittwoch, 16. Oktober, 19.30 Uhr, zu einem Vortrag über die Lyrikerin Hilde Domin (1909-2006) in die Alte Synagoge ein. Referentin ist Safeta Obhodjas, bosnisch-muslimische Herkunft und seit vielen Jahren wohnhaft in Wuppertal.

Der Vortrag begleitet Hilde Domin, eine jüdische Dichterin deutscher Sprache des 20. Jahrhunderts, auf ihren mehr oder weniger einsamen Wegen zwischen den Kontinenten, in turbulenten Zeiten vor und nach dem Krieg, heißt es in der Vorschau des Synagogenvereins. Domin wuchs wohlbehütet in Köln auf. Weitere Stationen ihres Lebens waren: Rom, wo sie in den dreißiger Jahren zusammen mir ihrem zukünftigen Mann als strebsame Studentin lebte; gleich danach reiste sie als Vertriebene durch England und Kanada, um 1941 als Exilantin in der Dominikanischen Republik zu landen. Dort entdeckte sie, knapp über vierzig, die Dichtung als ein Ventil für ihre Einsamkeit. Ein ruhiges Zuhause fand sie mit ihrem Mann erst 1961 in Heidelberg.

Dennoch bereiste sie mit ihren Gedichtbänden angefüllten Koffern, weiterhin mehrere Kontinente als Dichterin – und Friedensstifterin.

Es werden einige Gedichte von Domin vorgelesen, zum Beispiel: Graue Zeiten, Baue mir ein Haus, Ziehende Landschaft, Sisyphus.

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