Einen Autor ganz besonderer Art hatten Landtagskandidatin Doris Aschenbrenner und Bezirkstagskandidat Wolfgang Patzwahl zum zweiten Abend der SPD-Veranstaltungsreihe „Wein & Literatur im Landkreis Kitzingen“ geladen, der in Volkach stattfand.

Gunther Schunk, neben Kai Fraas und Hans-Dieter Wolf Schöpfer der Asterix-Übersetzungen ins „Meefränggisch“, erzählte bei „Mädschigg-Schoppe“ und fränkischer Brotzeit, wie es dazu kam, dass es auch meefränggische Weltliteratur gibt, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Es is fuchzich vor Christus. In ganz Fraangn führn di Besatzer des Rechiment . . .“, berichtet Gunther Schunk einleitend, bevor er die Besucher in die sprachlichen und grammatikalischen Besonderheiten des „Meefränggischn“ einführte.

Nach lustigen „meefränggischen“ Geschichten über die beiden Freidenker Asterix und Obelix gab es von Gunther Schunk noch einige Haiku-Zugaben. Das Haiku entstand in der japanischen Literatur des neunten Jahrhunderts. Es ist die populärste Lyrikform im Internet. Das Haiku ist geprägt durch eine strenge äußere Form, die mit inhaltlichem Anspruch einher geht: sprachliche Disziplin und Gefühl für Rhythmus gepaart mit Metaphern des Zeitgeistes. Schunks Gedichtband „99 Haiku“ ist ein Streifzug durch die zeitgemäße Interpretation der asiatischen Gedichtform.

Der nächste Termin von Wein & Literatur ist am Donnerstag, 8. August, im KuK Dettelbach (Beginn 19 Uhr). Dabei geht es um einen Freidenker der besonderen Art. „Willy Brandt –Im Zweifel für die Freiheit“ lautet der Titel einer Autorenlesung von Klaus Schönhoven über das politische und programmatische Denken und Handeln von Willy Brandt. Foto von links: Wolfgang Patzwahl, Doris Aschenbrenner, Gunther Schunk. Foto: Patzwahl