KITZINGEN

Türöffner für alle beruflichen Möglichkeiten

Große Entlassfeier an der Staatlichen Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) in Kitzingen: 184 Absolventen haben es geschafft.
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Freude bei den Schulbesten: Frank Delißen (von links), Paul Streng, Patrick Michel, Andreas Breitenbacher, Astrid Maier, Patrick Düll, Rebekka Lorenz, Elternbeirätin Daniela Göpfert und Nico Braun freuen sich bei der Entlassfeier in der Kitzinger Fachoberschule und Berufsoberschule. FOTO Hartmut Hess

„Das ist Ihr Preis nach Fleiß und Schweiß“, wandte sich Schulleiter Frank Delißen bei der Entlassfeier an der Staatlichen Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) an die 184 Absolventen aus den 12. und 13. Klassen.

„Die einen haben mehr, die anderen weniger geschwitzt“, schob Delißen nach. Was sich darin ausdrückte, dass reihenweise Schüler eine Eins vor dem Komma in der Gesamtnote schafften.

Stellvertretender Schulleiter Andreas Breitenbacher und sein Kollege Paul Endres prämierten die Schulbesten aus fünf Fachrichtungen. Jeweils Buchpreise durften entgegennehmen: Patrick Michel (Note 1,9), Nico Braun (1,9), Rebekka Lorenz (1,8), Astrid Maier (1,8) und der Schulbeste Patrick Düll mit einer 1,4. Der Jahrgang erbrachte ordentliche Leistungen. Bei 204 zur Prüfung angetretenen Schülern schafften 184 das Fachabitur oder die Allgemeine Hochschulreife, womit 91 Prozent bestanden haben.

Breitenbacher ging auf die vielen Hürden bis zum Abschluss an der Schule ein. Er beschrieb den Schultyp als „Erfolgsmodell und Garant für die praktizierte Durchlässigkeit unseres Bildungssystems“. Die Schule habe einen neuen Schul-Flyer entworfen mit dem Motto: Die Berufliche Oberschule – der praxisorientierte Weg zum Studium. Durch den Praxisbezug würden Hochschulprofessoren die Absolventen von FOS und BOS besonders schätzen, weil sich diese Studenten durch fachliches Vorwissen und eine größere Entschlossenheit auszeichnen würden.

Breitenbacher sagte, dass die FOS/BOS heuer auf 45 Jahre zurückblicken kann. Mittlerweile kämen 43 Prozent aller Studienberechtigten in Bayern über den beruflichen Bildungsweg. Der Studiendirektor freute sich, dass der Landkreis die technische Sanierung der Schule angehen will. Diese Sanierung gebe der Schule die Gelegenheit, „den unübersehbaren Zeitgeist der 80er Jahre abzustreifen“, so Breitenbacher.

Stellvertretender Landrat Paul Streng sagte, dass der Landkreis im vergangenen Jahrzehnt jeweils 20 Prozent seiner Haushaltsmittel für den Bereich Bildung ausgegeben habe. Jetzt sei die FOS/BOS an der Reihe. Streng gratulierte den Absolventen und bezeichnete das Abitur als einen „Türöffner für alle beruflichen Möglichkeiten“.

Frank Delißen zollte den Berufsoberschülern seinen Respekt dafür, nach der Ausbildung nochmal die Schulbank gedrückt zu haben, Er dankte den vielen Betrieben, Behörden und Verwaltungen, die den Schülern die Gelegenheit zu Praktika gegeben hatten. Der Schulleiter riet den Absolventen, sich für die Zukunft anspruchsvolle und realistische Ziele zu setzen und zielstrebig zu verfolgen.

Carmen Lang vom Elternbeirat sagte zu den Absolventen, dass sie sich jetzt selbst auf die Schultern klopfen dürften. Sie wagte einen unterhaltsamen Blick in den Rückspiegel der Schulzeit und Schülersprecherin Julia Lorey ließ die Jahre an der FOS/BOS aus Schülersicht Revue passieren. Die Entlassfeier untermalte die Band „Thum's ten“ unter der Leitung von Markus Thum.

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