WIESENTHEID

Türkischer Rasthof sorgt für Debatte

Aus einer kleinen Änderung eines Bauplans wurde im Wiesentheider Gemeinderat eine größere Debatte. Thema war das vorgelegte Bauvorhaben der Firma ALKA Invest, auf deren Grund der türkische Rasthof im Industriegebiet seinen Sitz hat. Für diesen Rasthof wurde ein Neubau eines Gebäudes mit einer Grundfläche von 39,50 Meter auf 16 Meter beantragt; das Haus soll ein Pultdach mit einer Neigung von zehn Grad erhalten.
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Wiesentheid
Foto: F. Strobl

Aus einer kleinen Änderung eines Bauplans wurde im Wiesentheider Gemeinderat eine größere Debatte. Thema war das vorgelegte Bauvorhaben der Firma ALKA Invest, auf deren Grund der türkische Rasthof im Industriegebiet seinen Sitz hat. Für diesen Rasthof wurde ein Neubau eines Gebäudes mit einer Grundfläche von 39,50 Meter auf 16 Meter beantragt; das Haus soll ein Pultdach mit einer Neigung von zehn Grad erhalten.

Das Landratsamt konnte den Plan nicht genehmigen, weil es an einer Stelle eine Überschreitung der Baugrenzen um etwa 4,50 Meter gibt. Deswegen wurden die Unterlagen nun an die Gemeinde geschickt, die darüber zu befinden hat.

Der Betrieb des Rasthofs in den früheren Hallen einer ehemaligen Lkw-Werkstatt war bislang von den Behörden geduldet und lediglich als Übergangslösung genehmigt. Die Nutzungsänderung erfolgte ohne Pläne und Genehmigung. Deswegen wurde später zu einem Umbau, beziehungsweise Neubau, geraten.

Nun soll ein neues Gebäude gegenüber dem bisherigen, in Richtung der Lagerhallen der Firma Kräuter Mix, entstehen. Durch das neue Gebäude werde jedoch die Parkfläche für Lkw erheblich kleiner, monierten die Gemeinderäte. Auf dem neuen Plan seien gerade einmal 40 Stellplätze für Lastwagen eingezeichnet, sagte Gemeinderat Michael Rückel (Bürgerblock). So wie der Autohof derzeit frequentiert werde, sei das nicht erklärbar. Gerade an Wochenenden stünden dort nicht selten 100 und mehr Lastzüge. Falle nun auch noch Parkraum weg, dann belagerten die Lkw das gesamte Gewerbegebiet, was die Gemeinde so nicht wolle, hieß es.

Man müsse das Landratsamt auf die Parksituation aufmerksam machen, forderte nicht nur Gemeinderat Stefan Möhringer (CSU). Bürgermeister Werner Knaier (CSU) wies mehrfach darauf hin, dass das Gremium lediglich zu dem Punkt Überschreitung der Baugrenzen gefragt sei. Alles andere obliege dem Amt. „Wir können den Antrag nicht generell ablehnen, das Baurecht lässt dort einen Autohof zu“, so Knaiers Hinweis.

Der Antrag zur Überschreitung der Baugrenze wurde schließlich gegen die Stimmen der Ratsmitglieder des Bürgerblocks mit elf zu sechs befürwortet. Die Gemeinde weist in ihrer Stellungnahme dazu das Landratsamt auf den Wegfall der Parkflächen hin.

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