Kitzingen

Trickbetrüger mit neuer Masche in Kitzingen unterwegs

Die Polizei warnt: Hochstapler berichten von angeblichen Raubüberfällen in der Nachbarschaft. Viele Kitzinger sind schon betroffen. Wie schützt man sich davor?
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Polizeiinspektion in Kitzingen (Symbolbild) Foto: Andreas Brachs

Seit Jahren melden besorgte Bürger der Polizei immer wieder Trickbetrüger. In den vergangenen Jahren kam es vor allem zu Enkeltrick-Betrugsfällen. Hierbei werden nach allgemeinen Erkenntnissen der Polizei vorwiegend ältere Menschen oder solche, die einen altmodisch klingenden Namen tragen, angerufen und von den angeblichen Enkeln um eine große Menge Geld gebeten.

Nun haben sich die Betrüger eine neue Masche überlegt. Am Mittwochnachmittag hat sich ein betroffener Kitzinger bei dieser Redaktion gemeldet, der schildert, dass Hochstapler bei ihm angerufen und sich als Kriminalbeamte ausgegeben haben. Der Anrufer berichtete dem Kitzinger über einen schweren Raubüberfall in unmittelbarer Nachbarschaft, wobei alle bis auf einen Einbrecher angeblich geschnappt wurden. Bei den gefassten Tätern sei eine Liste mit Angriffsopfern gefunden worden, in der auch der Angerufene vermerkt sei. Des Weiteren stehe in der Liste, dass sich im Haus des Betroffenen eine große Menge Bargeld befinde, was sehr gefährlich sei. Ein hoher fünfstelliger Betrag soll dadurch schon ergaunert worden sein. Der Angerufene ließ sich einen Namen und eine Telefonnummer geben, doch diese existierten nicht, wie der Kitzinger später feststellte.

Polizei Kitzingen warnt die Bürger vor unbekannten Anrufern

Die Polizeiinspektion in Kitzingen bestätigte diese Lesermeldung auf Anfrage der Redaktion. Des Weiteren gab Pressesprecher Gerhard Klebrig an, dass sich schon unzählige Anrufer bei der Polizei in Kitzingen gemeldet haben und den Sachverhalt so oder so ähnlich schilderten. Jeden Tag gehen derzeit mindestens fünf bis zehn Anrufe von besorgten Bürgern aus dem gesamten Landkreis Kitzingen ein. Die Polizei rät, sofort aufzulegen und auf keinen Fall persönliche Daten herauszugeben, wenn man sich nicht sicher ist, wer am anderen Ende der Telefonleitung ist. Am besten sei es, die eingehende Telefonnummer zu notieren, so könne die Polizei diese sperren lassen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren