SCHWARZENAU

Tierisches Vergnügen in Schwarzenau

Hühner und Entenküken streicheln, Hasen knuddeln, Schafe füttern, Ferkel bestaunen, mit dem Tret-Traktor eine Runde zwischen Strohballen drehen: Vor allem für Kinder war der Tag der offenen Tür im Lehr-, Versuchs-, und Fachzentrum für Schweinhaltung (LVFZ) am Sonntag ein besonderes Erlebnis
Artikel drucken Artikel einbetten
Klein, aber mächtig bestaunt: Groß war der Andrang der Besucher auch bei den kleinen Küken am Tag der offenen Tür im Lehr-, Versuchs-, und Fachzentrum in Schwarzenau. Foto: Foto: RALF WEISKOPF
+1 Bild

Hühner und Entenküken streicheln, Hasen knuddeln, Schafe füttern, Ferkel bestaunen, mit dem Tret-Traktor eine Runde zwischen Strohballen drehen: Vor allem für Kinder war der Tag der offenen Tür im Lehr-, Versuchs-, und Fachzentrum für Schweinhaltung (LVFZ) am Sonntag ein besonderes Erlebnis. Bereits am Vormittag strömten die Besucher aus allen Richtungen nach Schwarzenau, um wieder einmal einen Blick hinter die Kulissen der Lehr- und Versuchsanstalt zu werfen, deren Stall hoch über dem Ort in Richtung Neuses am Berg liegt. Zuletzt hatte die LVFZ vor zwei Jahren ihre Türen für Besucher geöffnet.

„Es ist eine gute Sache, wenn sich die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit präsentiert, um zu zeigen was wir im Bereich Aufzucht aber auch für Wohl der Tiere tun“, sagte der Vizepräsident der Landesanstalten, Heinrich Spiecker, in seinem Grußwort vor den Ehrengästen aus Verbänden, Politik und Behörden. Der Tag startete mit einem Gottesdienst im Festzelt, den Pfarrer Helmut Oppelt und Pater Franziskus Büll gemeinsam hielten.

Der Leiter der Schwarzenauer LVFZ, Peter Lindner, sagte, die Diskussion in der Öffentlichkeit sei derzeit groß: Menschen verlangen beim Fleisch eine exzellente Qualität, wollten aber auch wissen, wie die Tiere gehalten und gefüttert werden. „In Schwarzenau wird sehr intensiv daran geforscht, das Wohl der Tiere zu verbessern. Das wollen wir den Besuchern heute zeigen“, so Lindner.

Der neue Schwarzacher Bürgermeister Volker Schmitt gab sein Debüt als Grußwortredner. Das Fachzentrum habe sich seit seiner Eröffnung vor fünf Jahren in der Landwirtschaft einen guten Namen und den Ort bekannt gemacht. „Ein solcher Tag der offenen Tür ist ein Erlebnis für Jung und Alt“, so der Bürgermeister. Er gebe Einblicke in neue Techniken und erlaube einen Blick auf die moderne Schweinezucht.

Die Veranstalter hatten sich einiges einfallen lassen, um ihren Besuchern einen lehr- und erlebnisreichen Tag zu bieten. Auch wenn aus seuchenhygienischen Gründen das Betreten der Ställe verboten war, konnte man doch durch die großen Fenster einen Blick auf die Tiere in den Ställen werfen oder sich über Futtermischungen, Fütterungskosten, Aufzucht, Mast und Futteraufbereitung bis ins Detail informieren. Eine Oldtimerausstellung mit Traktoren, Ständen von Herstellern von Stallausstattungen, Futtermitteln und sonstigem landwirtschaftlichem Bedarf ergänzte das Angebot. Teil der Ausstellung war auch ein Demonstrationsfeld, auf dem Energiepflanzen angebaut werden und Informationen über die Bienenhaltung.

Alle Hände voll zu tun hatten Mitglieder des SV/DJK, die für die Verpflegung sorgten. Bei vielen Besuchern blieb am Sonntag die Küche kalt und auf den Teller kamen im Festzelt Schweinschnitzel oder Schweinbraten. Wer bei seinem Rundgang genau aufgepasst hatte und sich an einem Quiz beteiligte,, der konnte im wahrsten Sinn des Wortes Schwein haben, denn als Hauptpreise winkten eine halbe Sau und weitere attraktive Gewinne.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.