MAINSTOCKHEIM

Tempo 30 soll dauerhaft bleiben

Verkehrsangelegenheiten dominierten die Ratssitzung in Mainstockheim. Das Wichtigste: Die Mainstockheimer wollen die derzeit befristete Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt auf Tempo 30 dauerhaft behalten.
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Tempo 30-Schilder stehen: Jetzt heißt es langsam fahren
(ej) Drei Unfälle mit Studenten am Überweg an der Straße am Hubland vor dem Uni-Campus waren der Auslöser für die Aufstellung der Tempo 30-Schilder. Der sich anbahnende Unfallschwerpunkt sollte einfach sicherer gemacht werden. Das war der Tenor eines Eilantrages der Grünen-Stadtratsfraktion. Eigentlich wollte die Verwaltung noch Verkehrszählungen machen und Tempomessungen auswerten. Doch nun wurde schnell aus Sicherheitsgründen gehandelt. Für die Überwachung des Tempolimits ist die Stadt Würzburg selbst zuständig, sagt Stadtsprecher Christian Weiß. Aber die Verwaltung hat noch einen Auftrag vom Stadtrat bekommen: Man solle prüfen, an welchem Standort vor dem Uni-Campus eine Ampel auf Probe Sinn mache. Und die CSU-Fraktion fordert 50 000 Euro für mehr Sicherheit am Hubland. Foto: Foto: T. Obermeier

Verkehrsangelegenheiten dominierten die Ratssitzung in Mainstockheim. Das Wichtigste: Die Mainstockheimer wollen die derzeit befristete Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt auf Tempo 30 dauerhaft behalten.

Um das beim Staatlichen Bauamt – für die Staatsstraße zuständig – durchsetzen zu können, haben sich die Mainstockheimer Hilfe von Werner Voigt geholt. Der ehemalige Mitarbeiter einer Straßenverwaltungsbehörde in München hat neue Argumente zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vorgelegt. Mit rund 8000 Fahrzeugen am Tag ist die Ortsdurchfahrt zwar nicht unbedingt überlastet. Für die Anwohner bedeutet dies dennoch eine starke Belastung – nicht nur des Lärms wegen. Als sich der Verkehr durch die Sperrung der B 22 bei Dettelbach deutlich erhöhte, konnten die Mainstockheimer eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 in der gesamten Ortsdurchfahrt erreichen. Da sich dies positiv für die Verkehrssicherheit und die Wohnqualität erwiesen hat, kämpfen die Mainstockheimer dafür, Tempo 30 auch nach der Öffnung der B 22 beibehalten zu können. Auch wenn es einige Auswärtige gibt, wie Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs erläuterte, die über die Geschwindigkeitsbeschränkung schimpfen.

Vor allem die Fußgänger stellt Voigt in den Mittelpunkt seiner Argumentationen. Dazu legt er Zahlen vor: Es gibt Stellen, an denen die Straße 5,50 Meter breit ist, die Gehsteige auf der einen Seite 73 Zentimeter und auf der anderen Seite einen Meter breit sind. Begegnen sich hier zwei Lastwagen, dann müssen sie am Straßenrand fahren, um sich nicht mit den Spiegeln zu berühren. Dann wird es eng für Fußgänger auf den Gehsteigen. Da die Gehsteige kein Hochbord haben, ist – das zeigt der Gummiabrieb an den Bordsteinen – eine Überfahrung und somit eine noch stärkere Gefährdung von Fußgängern möglich.

Diese Argumente sehen Räte und Bürgermeister durchaus als Chance, das Staatliche Bauamt von der dauerhaften Geschwindigkeitsbeschränkung in Mainstockheim überzeugen zu können. Auch wenn das Wegenetz in Mainstockheim nicht das Beste ist: Es muss nicht mutwillig noch schlechter werden, was beim Abfahren der abgerissenen Brücke am Dettelbacher Bahnhof wohl geschehen ist. Und dies, obwohl es eine Vereinbarung gab, beim Ausbau der A 3 keine Mainstockheimer Flurwege zu nutzen. Aufgrund des eher schlechten Wegezustands ist es auch schwer, neue Schäden nachzuweisen, so Fuchs. Lastwagen auf den Mainstockheimer Flurwegen sollten trotzdem sofort beim Bürgermeister gemeldet werden, damit dieser handeln kann.

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