Schwarzach

Tegut siedelt in Münsterschwarzach an

Bei dem Bestreben, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, ist der Markt Schwarzach einen Schritt weitergekommen.
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Auf dieser freien Fläche zwischen dem großen Parkplatz, der Schwarzach-Halle und dem Busbahnhof entsteht der neue tegut-Markt. Foto: Peter Pfannes

Bei dem Bestreben, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, ist der Markt Schwarzach einen Schritt weitergekommen. Auf dem Gelände unterhalb des Großen Parkplatzes in Münsterschwarzach errichtet tegut einen Supermarkt mit Bäcker und Metzger.

Die Mitglieder des Gemeinderats segneten in ihrer Sitzung am Dienstag den vorliegenden Bauantrag der Rosbo GmbH aus Würzburg ab, die das Gebäude an tegut vermietet. Zwei Gemeinderäte stimmten dagegen. Wenn alles gut läuft, könnte der Markt im Frühjahr 2020 eröffnet werden. Das Thema "Apotheke im tegut" ist laut Bürgermeister Volker Schmitt vom Tisch.

Lebensqualität erhalten

Das Gemeindeoberhaupt sah es als positiv an, dass sich ein Supermarkt in der Gemeinde ansiedelt. "Immer mehr Geschäfte und Gasthäuser verschwinden aus unseren Dörfern", sagte Schmitt. Die Infrastruktur werde zunehmend geschwächt und die Lebensqualität sinke. Ein Einkaufsmarkt sei wichtig, denn Schwarzachs Einwohnerzahlen steigen stetig. Da das Gelände nicht im Außenbereich liegt, sei kein eigener Bebauungsplan erforderlich. "Das beschleunigt die Realisierung des Projekts", so Schmitt. Ihm gefällt die Architekturplanung, die Martin Giedl vom Büro Arc Design aus Gerolzhofen erstellte, gut. Das Gebäude füge sich gut in die Örtlichkeit ein.

Der Planer des tegut nannte die Zahlen: Gesamtfläche des Grundstücks 6600 Quadratmeter, Verkaufsfläche 1065 Quadratmeter, Bäcker mit Sitzfläche 82 Quadratmeter und Außenbestuhlung, Nutzfläche gesamt 1573 Quadratmeter, 93 Parkplätze. Das Geschäft wird laut Giedl ein "kleiner" Vollsortimenter. Im Eingangsbereich sind Eltern-Kind- und Behindertenparkplätze vorgesehen. Im Gebäude gibt es eine barrierefreie Kundentoilette. Bäcker und Metzger erwarten die Kunden schon beim Betreten des Gebäudes, ohne den gesamten Markt durchlaufen zu müssen. Papierpresse für die Kartonagen und Leergutrücknahmeautomat sowie Kühl- und Personalräume komplettieren den Markt.

Trampelpfade verhindern

Das tegut-Gelände gliedere sich harmonisch ins bestehende Gelände ein und wird mit Hecken eingegrünt, so Giedl. Die Ware wird mit Lkw im südlichen Bereich in der Zeit zwischen sechs und 22 Uhr angeliefert. Aktuell wird ein Schallschutzgutachten erarbeitet. Dieses soll überprüfen, ob eine Lärmschutzwand für die Be- und Entladetätigkeiten erforderlich ist. Ein Fußweg vom Weg zur Schwarzach-Halle zum tegut soll Trampelpfade verhindern. Auf das Gelände führt eine Einfahrtsspur vom Zubringer zur Umgehungsstraße. Auf zwei Spuren kann man auf den Zubringer ausfahren.

Da Teile des Parkplatzes im Überschwemmungsbereich des Mains liegen, werden geringfügige Aufschüttungen vorgenommen. Retentionsflächen für das Hochwasser müssen an anderer Stelle zur Verfügung gestellt werden. Archäologen werden das Erdreich untersuchen. Welcher Bäcker und welcher Metzger in dem Supermarkt Einzug hält, steht laut Giedl noch nicht fest. Frühere Intentionen der Marktgemeinde, einen Apotheker mit in das Konzept einzubeziehen, sind vom Tisch, so Bürgermeister Schmitt auf Anfrage aus dem Gremium.

Weitere Themen der Tagesordnung:

Im Außenbereich des Kindergartens in Münsterschwarzach wird eine "Arche Noah" aufgestellt. Das über 100 000 Euro teure Spielgerät stellt die Playmobilstiftung fünf Jahre lang zur Verfügung. Danach geht es in das Eigentum des Kindergartenvereins über. Einstimmig befürwortete das Gremium den Überlassungs- und Nutzungsvertrag zwischen der Playmobilstiftung und dem Kindergartenverein St. Felizitas. Drei Gegenstimmen gab es bei dem Beschluss für anfallende Mehrkosten. Die notwendige Umgestaltung des Außenbereiches kostet 12 000 Euro. Hinzu kommen Planungskosten von 6400 Euro. Zustimmung gab es bereits von der Regierung von Unterfranken.

Die Feuerwehr Schwarzenau darf auf ein neues Einsatzfahrzeug hoffen. Der Gemeinderat beschloss die Neubeschaffung eines Mittleren Löschfahrzeuges als Ersatz für das marode 31 Jahre alte Fahrzeug. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 180 000 Euro. Bedingung für die Zustimmung ist, dass die Regierung von Unterfranken die Anschaffung mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. Man hofft auf eine Förderung von 51 000 Euro.

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