Kitzingen
Tag der Franken

Franken feiern ihre Geschichte und ihre Kultur in Kitzingen

Einmal im Jahr dürfen sich die Franken ganz offiziell selbst feiern. Dann begehen sie ihren "Tag der Franken". 2017 findet er in Kitzingen statt.
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Teilnehmer des "Tags der Franken" stehen am 02.07.2017 gekleidet in historisch nachempfundenen Kostümen in Kitzingen. Seit 2006 wird das Fest jährlich abwechselnd in einem der fränkische Bezirke ausgetragen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Teilnehmer des "Tags der Franken" stehen am 02.07.2017 gekleidet in historisch nachempfundenen Kostümen in Kitzingen. Seit 2006 wird das Fest jährlich abwechselnd in einem der fränkische Bezirke ausgetragen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Mit einem großen Fest im unterfränkischen Kitzingen haben die Franken ihre Kultur und ihre Geschichte gefeiert. Mit zahlreichen Politikern haben sie damit den "Tag der Franken" zum bereits zwölften Mal begangen. Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU), selbst aus Unterfranken, rief zu mehr Selbstbewusstsein auf: "Schließlich stellen wir ein Drittel der Bewohner Bayerns."

Einmal im Jahr dürfen sich die Nordbayern ganz offiziell selbst feiern. Der fränkische "Nationalfeiertag" bezieht sich auf die Gründung des Fränkischen Reichskreises am 2. Juli 1500 bei der Aufteilung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

Die Feierlichkeiten fanden in der gesamten Innenstadt sowie auf den Brücken des 21 000-Einwohner-Ortes statt. Gestartet ist der "Tag der Franken" mit einem Gottesdienst in Mundart in der evangelischen Kirche. Später gaben Musikschulen, Trachtenvereine, Volksmusiker und -tänzer, Theaterspieler und Mundart-Poeten ihr Können zum Besten. Zudem gab es Lesungen und Sonderausstellungen. Damit sollte vor allem gezeigt werden, was Franken historisch und kulturell ausmacht.
Eine wichtige Rolle spielte natürlich auch der Wein. Unterfranken ist die Weinregion Bayerns. Nirgendwo sonst im Freistaat stehen so viele Weinberge. Franken ist dabei vor allem für Silvaner-Weißwein bekannt.

Ursprünglich wollte auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mitfeiern. Weil er zeitgleich aber unaufschiebbare politische Gespräche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte, schickte er Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der ebenfalls Franke ist.


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