KITZINGEN

Tafel: Liegt Lösung im Bauhof?

Bei der bisher vergeblichen Suche der Kitzinger Tafel nach einem neuen Laden könnte sich eine Lösung abzeichnen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat beantragt, einen Anbau am Bauhof zu prüfen und eine Kostenschätzung vorzulegen. Passieren soll das bis Ende September.
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Kitzinger Tafel: Eng geht es zu, nicht nur in der Zufahrt zum provisorischen Laden im Keller des Bauhofes. Jetzt ist ein Anbau in der Äußeren Sulzfelder Straße im Gespräch, der die Platzprobleme der Kitzinger Tafel lösen könnte. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Bei der bisher vergeblichen Suche der Kitzinger Tafel nach einem neuen Laden könnte sich eine Lösung abzeichnen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat beantragt, einen Anbau am Bauhof zu prüfen und eine Kostenschätzung vorzulegen. Passieren soll das bis Ende September.

Gleichzeitig wird in dem von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Brigitte Endres-Paul unterzeichneten Antrag der Landkreis zur Zusammenarbeit und einer Beteiligung an den laufenden Kosten aufgefordert. Grund: Etwa die Hälfte der Kunden der Tafel kommt nicht aus der Stadt Kitzingen, sondern aus dem Landkreis.

Mit dem Antrag reagiert die SPD auf einen Auftritt des Vorsitzenden der Kitzinger Tafel, Manfred Seigner, vor dem Stadtrat. In nichtöffentlicher Sitzung hatte Seigner vor gut 14 Tagen die Situation der rund 40 regelmäßig aktiven Ehrenamtlichen erläutert.

160 Kunden

Nach der Kündigung des Mietvertrags für den Laden in Etwashausen zur Jahresmitte ist die Tafel zunächst im Keller des Bauhofs in der Äußeren Sulzfelder Straße untergekommen. Zuvor waren zahlreiche Versuche, einen neuen Laden anzumieten, an zu hohen Mieten gescheitert. Die kann der gemeinnützige und auf Spenden angewiesene Verein nicht aufbringen.

In dem zuvor als Lager genutzten Raum im Keller des Bauhofs werden seit Anfang Juli die eingesammelten Lebensmittel vorbereitet. Gleichzeitig wird der Raum zweimal in der Woche zum Laden. In dem können sich die rund 160 Kunden aus der Stadt und dem Landkreis bedienen.

Allerdings war nach dem ersten Ausgabetag schon klar: Eine Dauerlösung kann das nicht sein. Alles ist zu eng. Die Arbeitsbedingungen für die rund 40 Mitglieder, die regelmäßig und abwechselnd mit dem Abholen, Vorbereiten und Verteilen der Lebensmittel beschäftigt sind, sind schwierig. Als eine mögliche Lösung hatte Seigner in der Sitzung eine mit Bauhofleiter Georg Günther abgestimmte Skizze präsentiert. Die sieht einen Anbau am Bahnhof vor. Im SPD-Antrag wird das als die „schnellste und für alle Beteiligten beste Lösung“ bezeichnet. Ob sie kommt, liegt jetzt am Stadtrat. Der hat am Donnerstag ab 19 Uhr wieder Sitzung. Ob das Thema aber noch vor der Sommerpause behandelt wird, ist eher fraglich.

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