KITZINGEN
Castingshow

„TVoG“: Tiffany scheitert an einem Geist

Sie hat gekämpft und alles gegeben. Trotzdem reichte es für Tiffany Kemp aus Kitzingen gestern nicht für den Sieg bei „The Voice of Germany“. Warum sie letztlich gegen einen Geist verloren hat.
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Mehr als wacker geschlagen: Tiffany Kemp holte sich im Finale von „The Voice of Germany“ den dritten Platz. Foto: Foto: SAT.1/Pro Sieben

Gegen einen Geist kann man mal verlieren: Tiffany Kemp aus Kitzingen schrammte im Finale von „The Voice of Germany“ am Donnerstagabend am Sieg vorbei und holte „Bronze“. Die 37-Jährige Kitzingerin bekam bei der Pro-7-Show die drittmeisten Zuschauerstimmen hinter Ayke Witt und Jamie-Lee Kriewitz, die klare 38,29 Prozent erreichte.

Die Gewinnerin 2015 ist ein 17-jähriges Manga-Mädchen, das neben seinem eigenwilligen Modestil auch mit einer starken Stimme und ihrem Song „Ghost“ überzeugte. Ihre Team-Coaches Smudo und Michi Beck von den „Fantastischen Vier“ holten damit zum zweiten Mal nach 2014 – damals mit Charlie-Ann Schmutzler – den Titel.

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Dabei war Tiffany gut ins Gesangsrennen gestartet und konnte sich gute Chancen ausrechnen, dem Gemündener Andreas Kümmert nachzueifern, der 2013 den Voice-Sieg davongetragen hatte.

Zunächst präsentierte die Deutsch-Amerikanerin auf einem erhöhten Podest ihre erste Single „Have You Ever Been In Love“. Auf den Internet-Plattformen kam das Lied allerdings nur durchschnittlich an: „Langweilig!“ oder „Vom Sound her tausendmal gehört!“ hieß es etwa auf Twitter.

Auch die Abrufe der Musikvideos der Liveshow-Kandidaten ließen frühzeitig eine Tendenz vermuten: Während Jamie-Lees „Ghost“ auf einer Internetplattform mehr als 218 000 Mal geklickt worden war, stand Tiffanys Clip am Donnerstag bei rund 40 000.


Nach ihrem ersten Solo-Auftritt am Donnerstag heimste Tiffany von den Juroren im Studio dafür um so mehr Lob ein, auch die Jubelrufe aus dem Studiopublikum in Berlin wollten nicht aufhören. Rea Garvey, der ohne Kandidat ins Finale gezogen war, fand den Auftritt „unfassbar“ und gestand den Fehler ein, Tiffany vor einigen Wochen ans Team von Andreas Bourani verloren zu haben. Der war um so glücklicher: „Es ist wunderschön, wie du singst. Mit so viel Liebe.“ Bourani attestierte „seiner“ Tiffany sogar „Weltklasse“.

Das Prädikat verdiente sich Tiffany kurz darauf noch einmal – im Duett mit dem britischen Superstar James Morrison. Der musste eingestehen, dass er seinem Schützling in den Proben nichts mehr habe beibringen können. „Easy“ – einfach – sagte er auf Nachfrage von Moderator Thore Schölermann, ob Tiffany die Show gewinnen könne. Das hat am Ende nicht geklappt, doch ihr gemeinsamer Song „Stay Like This“ nahmen viele Fans im Internet als Motto: „Bleib so.“

Reaktionen zu Tiffanys Auftritt auf Twitter:


Lange sackenlassen kann die Kitzingerin das Erlebnis nicht. Aktuell wird bereits für die „Voice-of-Germany“-Tour geprobt, die am 27. Dezember startet und durch 14 Städte führt. Zwei freie Tage an Weihnachten daheim in Kitzingen – mehr ist nicht drin. Die nächsten Schritte stehen auch schon fest: Die 37-Jährige möchte eine Platte aufnehmen und danach eine eigene Tour starten.

In Kitzingen plant man ebenfalls mit der 37-Jährigen. Claudia Biebl vom Stadtmarketingverein kann sich gut vorstellen, dass Tiffany Kemp im kommenden Jahr beim Kitzinger Stadtfest auftritt. Tourismusleiter Walter Vierrether betonte, einen Empfang auf dem Kitzinger Marktplatz samt Autogrammstunde organisieren zu wollen. Und auch er outet sich als Fan: „Tiffany Kemp ist ein Gewinn für die Stadt!“

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