NENZENHEIM

Sven Rünagel erneut Schützenkönig

Zwei Jahre müssen ins Land ziehen, bis man wieder Schützenkönig werden kann. So will es das Reglement der Schützengesellschaft Nenzenheim. Sven Rünagel, der sich 2011 die Königskette erstmals umhängen durfte, hat in diesem Jahr wieder „voll draufgehalten“ - und mit einem 95,5-Teiler das Rennen gemacht. Am Montag wurde der 21-Jährige zum Schützenkönig 2014 proklamiert.
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Zielsicher: Aktive Schützen und Bürger waren wieder mit Erfolg auf dem Schießstand gesegnet. Franziska Hartmann (von links), Katrin Kehrer, Karl-Heinz Schwemmer, Bernhard Hirsch, Sven Rünagel, Alexander Hansch, Fahnenträger Horst Seemann, Anne Schneider, Thomas Zink und stellvertretender Schützenmeister Florian Inderwies freuten sich über gute Schießergebnisse. Foto: Foto: Timo Lechner

Zwei Jahre müssen ins Land ziehen, bis man wieder Schützenkönig werden kann. So will es das Reglement der Schützengesellschaft Nenzenheim. Sven Rünagel, der sich 2011 die Königskette erstmals umhängen durfte, hat in diesem Jahr wieder „voll draufgehalten“ - und mit einem 95,5-Teiler das Rennen gemacht. Am Montag wurde der 21-Jährige zum Schützenkönig 2014 proklamiert.

Es ist in jedem Jahr ein besonderes Schauspiel, wenn die Schützen am Kirchweihmontag nachmittags ihren traditionellen Umzug halten: Angeführt von den Altmannshäuser Musikanten zieht der Tross durch das Dorf, ihm hinterher die interessierte Bevölkerung. Der Weg führt auf jeden Fall zu dem Haus, wo der zielsicherste Schütze wohnt. Wie dieser heißt, ist ein Geheimnis, in das nur wenige Mitglieder des Schützenmeisteramtes eingeweiht sind. Jedoch werden einige Haken geschlagen, um die Abholung des neuen Königs spannend zu machen. In diesem Jahr führte der Irrweg direkt zum Schützenhaus. Denn: Sven Rünagel stammt aus Seinsheim, und bis dorthin wollte niemand laufen. Am Schützenhaus wartete dann Rünagels Familie mit Brotzeit, Kuchen, Bremser und alkoholfreien Getränken auf – ebenfalls eine Tradition in Nenzenheim: Der König muss einen ausgeben. Und die Bevölkerung, die den Weg des Zuges mit verfolgt hat, ist ebenfalls mit eingeladen.

Der stellvertretende Vorsitzende Florian Inderwies, der nach dem Rücktritt von Schützenmeister Hans Wolf bis zu den Neuwahlen im Februar kommenden Jahres die Regularien übernommen hat, zeichnete im Anschluss auch die weiteren Honorationen aus. Erster Ritter ist Alexander Hansch (133,8-Teiler), zweite Ritterin ist Katrin Kehrer (360,3-Teiler). Mit einem 98,2-Teiler sicherte sich die bisherige Schützenkönigin Anne Schneider die Damenscheibe, die Kirchweihscheibe konnte Thomas Zink mit einem 106,8-Teiler für sich gewinnen. Jugendkönig darf sich Thomas Kujat (604,5-Teiler) nennen, gefolgt von Franziska Hartmann (375,0-Teiler). Bürgerkönig wurde Karl-Heinz Schwemmer (92,8-Teiler). Sein erster Ritter heißt Matthias Schultheiß (84,9-Teiler), der zweite wurde Bernhard Hirsch (128,8-Teiler).

Im Schützenhaus herrschte noch bis zum frühen Abend reges Treiben und Tanz mit den Altmannshäuser Musikanten. Die Nenzenheimer ließen Sven Rünagel hochleben, und der kündigte an, in zwei Jahren wieder sein Glück beim Königsschuss zu probieren.

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