Sulzfeld

Sulzfeld macht mit bei Förderinitiative "Innen statt Außen"

Die Mehrheit des Gemeinderates Sulzfeld stimmte der Verpflichtung zu einem Selbstbindungsbeschluss zu, wonach die Voraussetzungen für die Förderinitiative "Innen statt Außen" umgesetzt werden soll. Die Initiative setzt - gemäß des Mottos - auf die Innenentwicklung des Dorfes und verfolgt einen nachhaltigen Umgang mit innerörtlichen Flächen. Die Regierung von Unterfranken gewährt dafür im Rahmen der Städtebauförderung um 20 Prozent höhere Fördergelder.
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Der Sulzfelder Gemeinderat segnete den Gestaltungsvorschlag von Sanierungsplaner Franz Ullrich für die optische Aufwertung des Gemeinde-Bauhofs ab. Foto: Hartmut Hess

Die Mehrheit des Gemeinderates Sulzfeld stimmte der Verpflichtung zu einem Selbstbindungsbeschluss zu, wonach die Voraussetzungen für die Förderinitiative "Innen statt Außen" umgesetzt werden soll. Die Initiative setzt - gemäß des Mottos - auf die Innenentwicklung des Dorfes und verfolgt einen nachhaltigen Umgang mit innerörtlichen Flächen. Die Regierung von Unterfranken gewährt dafür im Rahmen der Städtebauförderung um 20 Prozent höhere Fördergelder.

Die Regierung von Unterfranken habe die Kommunen auf das Programm "Innen statt Außen" aufmerksam gemacht, so der Bürgermeister. Das Programm verfolge den Ansatz des Flächensparens. Wie Bürgermeister Gerhard Schenkel darlegte, habe die Gemeinde schon seit Jahren eine Dorfentwicklung mit dem Ansatz des nachhaltigen Umgangs mit Flächen bei einer Vielzahl von Baumaßnahmen verfolgt. Heinrich Hofmann wollte vom Grundsatzbeschluss für "Innen statt Außen" nichts wissen, weil sich die Gemeinde nach seiner Ansicht künftige Entwicklungsmöglichkeiten verbaue. Jürgen Johanni plädierte dafür, die Chance auf höhere Fördergelder nicht verstreichen zu lassen, dieser Ansicht schloss sich die große Mehrheit im Ratskollegium an.

Marode Pfarrgartenmauern

Beim Entfernen des Efeus an der Pfarrgarten-Stützmauer sind Schäden offensichtlich geworden. Vertikale Risse und eine Außenneigung des Mauerwerks machen eine Sanierung notwendig. Derzeit ist der Bereich gesperrt. Die Gesamtkosten der Sanierung werden auf 327 200 Euro geschätzt. Eine finanzielle Unterstützung durch die katholische Kirchenstiftung wird erwartet.

Bezüglich des Anbaus an der offenen Ganztagsschule kam heraus, dass aktuell die Löschwassermenge nicht ausreicht. Die Ratsrunde beschloss, einen derzeit nicht einsatzbereiten Hydranten zu reparieren und die Dimensionierung der Wasserleitungen in der Sparkassen-, Schulstraße später anzupassen.

Graue Holzfenster für den Bauhof

Das Tiefbautechnische Ingenieurbüro Köhl hat auf der Basis der TV-Kanalbefahrung einen Zustandsbericht und eine grobe Kostenschätzung zur Behebung von Schäden vorgelegt. Die Ausschreibung und Durchführung in der Größenordnung von 100 000 Euro soll im kommenden Jahr erfolgen. Die Ratsrunde segnete einen Gestaltungsvorschlag von Städteplaner Franz Ullrich für die Sanierung des gemeindeeigenen Bauhofs ab. Demnach werden dort neue Holzfenster  in anthrazit eingebaut. Das freiliegende Kalksteinmauerwerk der Halle und am WC soll nicht verputzt, sondern lediglich geschlämmt werden.

Auf Anregung des Kitzinger Bestattungsinstituts Volk, beriet der Gemeinderat zudem darüber, ob die bisherige Ruhefrist von 20 Jahren verkürzt werden soll, wovon die Ratsrunde Abstand nahm. Die Gemeinde Sulzfeld gewährt dem Verein Denkort Aumühle zu einem Gedenkprojekt für die jüdische Geschichte einen Zuschuss von 250 Euro.

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