Landkreis Kitzingen

Sturm Eberhard: Landkreis kommt glimpflich davon

Heftig fegte Sturm Eberhard über den Landkreis, große Schäden richtete er nicht an. Zu zwei ungewöhnlichen Einsätzen rückten die Feuerwehren Volkach und Effeldorf aus.
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Sturm Eberhard drückte in Volkach die Eingangstür eines Supermarktes auf. Gegen 23 Uhr rückte die Feuerwehr an und sicherte die Tür mit Sperrholzplatten. Foto: Moritz Hornung, Feuerwehr Volkach
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Die gute Nachricht zuerst: Sturm Eberhard richtete deutlich geringeren Schaden an als Sturm Fabienne , der September eine Schneise der Verwüstung durch den Landkreis zog. Umgestürzte Bäume, ein quer stehender Kanu-Anhänger, umherfliegende Verkehrszeichen in Baustellen und ein Solarpanel aus einem angrenzenden Solarpark auf der A7 – so fasst Kreisbrandrat Roland Eckert den Sturmsonntag zusammen. Zu etwa 20 Einsätzen wurden die Feuerwehren im Landkreis gerufen. "Alles im Rahmen", sagt Eckert. In der Kreisstadt selbst gab es gar keinen Einsatz. "In Kitzingen war alles ruhig", berichtet Stadtbrandmeister Matthias Gernert.

Sturmböe drückt Supermarkttür ein

Anders die Lage in Volkach: Gegen 11 Uhr in der Nacht rückte die Volkacher Feuerwehr aus. Eine Orkanböe hat die Eingangstür eines Volkacher Supermarktes aufgedrückt. Die Alarmanlage rief die Polizei nach Volkach, die dann die Feuerwehr anforderte. Mit Kanthölzern und Sperrholzplatten verbauten die Feuerwehrleute die Tür, um den Markt vor Wind und Diebstahl zu schützen. "Die Feuerwehr Volkach war insgesamt mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz", schreibt Feuerwehr-Pressesprecher Moritz Hornung in einer Pressemitteilung

Mit 19 Wehrlern beseitigte die Feuerwehr Iphofen einen umgestürzten Baum in der Mainbernheimer Straße von der Fahrbahn. Außerdem sammelten die Floriansjünger Paletten, die von einer Baustelle auf die Straße geweht wurden, ein. "Auch einige Verkehrsschilder lagen flach", heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. "Innerhalb kurzer Zeit konnten die Gefahren beseitigt werden."

Um eine riesige Folie kümmerte sich die Feuerwehr in Effeldorf. Auf einem Feld stehen 200 Meter lange mit Folie bespannte Tunnel, unter denen Erdbeeren wachsen. "Die Folie ist fest und stark, aber trotzdem ist eine Stelle eingerissen", erzählt Rainer Böhm vom Obsthof Böhm, der die Erdbeertunnel aufgestellt hat. Mitarbeiter hätten versucht, das Loch zu schließen. Doch die Folie riss immer weiter ein und flatterte im Wind. Vom Auto aus – er war gerade auf dem Rückweg vom Urlaub – rief Böhm die Feuerwehr, die schließlich die Folie vom Tunnel nahm. 

Viele kleine Schäden

Auch einige Autos wurden durch Sturm Eberhard in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei berichtet von einer Frau, die am Krainberg in Kitzingen die Tür öffnete und ein starker Windstoß drückte die Tür gegen einen daneben geparkten Audi. Der Lackschaden war minimal, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Ähnlich erging es einer 35-Jährigen im Mainfrankenpark. Der Wind riss ihr die Tür aus der Hand und die knallte gegen einen Ford, der daneben parkte. Schaden laut Polizei: 350 Euro.

Ein geparkter Anhänger machten sich in der Kitzinger Straße in Mainbernheim selbstständig. Durch den Sturm geriet der Anhänger in Bewegung und stieß mit der Deichsel gegen einen daneben parkenden Wagen, teilt die Polizei mit. Der Schaden beträgt etwa 250 Euro. Etwa 1000 Euro Schaden entstanden als am Sonntagabend in der Talstraße in Kitzingen ein mobiles Halteverbotsschild auf ein geparktes Auto fiel. Und schon am Donnerstagnachmittag blies der Wind heftig. So stark, dass sich durch einen Windstoß an einem Verkehrsschild im Mainfrankenpark die Plastikhalterung löste und das Schild auf ein Auto fiel. Schaden laut Polizei: 500 Euro.

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