Iphofen
Faschingsball

Stücht-Ball goes to Hollywood

Der Julius-Echter-Berg wurde zu den "Iphöfer Hollywood-Hills", die Karl-Knauf-Halle mutierte zum "Kodak-Theatre". Am Samstag wurden keine Oscars, sondern "Iphöfer Kröpfer in Gold" verliehen.
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Diese Stars und Sternchen waren aus Würzburg angereist. Fotos: Marina Zimmermann
Diese Stars und Sternchen waren aus Würzburg angereist. Fotos: Marina Zimmermann
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Stars und Sternchen füllten beim Stüchtball Zwanzig13 die Karl-Knauf-Halle in Iphofen. Die Kostüme der Gäste hätten dabei auch einen Preis verdient. Vom Gladiator über viele Figuren aus den Fantasyfilmen bis hin zu den Blues Brothers war halb Hollywood dabei. Eine Nonnengruppe mit "Whoopi Goldberg" aus "Sister Act", Piloten aus "Top Gun" und "Catch me" tummelten sich zwischen den klassischen Disneyfiguren und Robotern aus "Star Wars".

Ausdrucksstark und gut geschminkt waren eine siebenköpfige Panzerknackerbande und eine sehr überzeugende Minnie Maus. Sie war mit drei Freundinnen aus Würzburg gekommen.

"Hier ist die Stimmung ausgelassener, hier kann man feiern", verkündete die Hexe (Silke Hesse).
Auf der Bühne gab es weniger Kostüme, dafür mehr Reime.
Jürgen Popp als "des Michela vom Schdaddtgrab'n", Agnes Roth und Gabi Klein aus der "Gerüch(t)e Küche" und die fantastischen jungen Comedians nahmen alles aufs Korn, was in Iphofen im Laufe des Jahres geschehen war. Vergangenheit und Zukunft wurden in gereimten und ungereimten Wortspielereien vorgetragen und -gesungen.

Das Thema Sex

Das zweite große Thema des Abends widmete sich den zwischengeschlechtlichen Beziehungen und entsprechenden Fortpflanzungsmöglichkeiten, kurz Sex genannt. Prof. Klaus Brehm amüsierte das Publikum mit seinen genialen Zungenbrechern aus Wissenschaft und Biologie. Den größten Applaus bekam jedoch der katholische Stadtpfarrer Hans Reeg mit einer kleinen, aber sehr feinen Nebenrolle. Er suchte in der "Partnerschaftsagentur" der jungen Kröpfer eine Frau oder auch einen Mann... für den Gottesdienst am Sonntagmorgen! Auf die Frage, ob er auch in der Kirche so lustig sei, antwortete er: "Da bin ich ja erst recht in meinem Element!" Dazwischen wurde immer wieder getanzt. Dabei vergnügte sich das Publikum unübersehbar gut.

Die Trainerinnen der gut trainierten Schautanzgruppen hatten beste Arbeit geleistet, ihre Gruppen vollbrachten Wundervolles. Die größte Gruppe war auch gleichzeitig die jüngste. Die fünfzehn "Kröpferli", alle zwischen fünf und sieben Jahre alt, überraschten mit einem nahezu professionellen Auftritt.

Eine sympathische Panne gab es bei der Tanzgarde aus Ger brunn. Sie warteten auf ihre Musik, bis ein Zuschauer "Zugabe" in die ungewohnte Stille rief.

Dann konnten die Damen endlich ihre Beine hochwerfen und loslegen. Die "Crazy Girls", die "Shaking Hips", die "Blacklights" und schließlich noch die fidelen Kröpfer kamen alle nicht ohne Zugaben von der Bühne.

Das Publikum war, schon bevor die "Stücht-Show" begann, gerne der Einladung zum Schunkeln und Singen gefolgt. Später am Abend schien es, als ob die Gäste einen Rekord im Polonaisetanzen aufstellen wollten. Alle standen auf und tanzten durch den Saal vorwärts und rückwärts, als ob dieser Tag nie zu Ende gehen würde....
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