Kitzingen

Stellungnahme: Tierschutz hat doch eine Lobby

Iris von Crailsheim vom Tierschutzverein freut sich über ermutigende Reaktionen. Nach dem Bericht über die Suche des Tierheims nach einem Grundstück bekam sie viel Post.
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Das Kitzinger Tierheim ist bedroht, da die darunter liegenden ehemaligen Kalksteingruben nachgeben.

Zu unserem Beitrag „Das Tierheim steht vor dem Aus“ vom 12. September über die geplatzte Hoffnung auf einen Neuanfang vor den Toren Iphofens hat uns eine Stellungnahme von Iris von Crailsheim, der stellvertretenden Vorsitzenden des Kitzinger Tierschutzvereins erreicht.

Wo, wenn nicht an einem solchen Ort?

Darin schreibt Iris von Crailsheim: „Dem Iphöfer Stadtrat genügte eine einzige Bemerkung des Landratsamtes 'das Interessenskonflikte nicht ausschließen möchte', um den Antrag auf Tierheimneubau abzulehnen, an einer Stelle, die zur Zeit einsam, weit von jeglicher Bebauung am Rande eines eventuell zukünftigen Gewerbegebiet liegt. Wo, wenn nicht an einem solchen Ort, sollen Tierheime stehen? Viele Tierheime befinden sich in Gewerbe- oder Industriegebieten, siehe Schwebheim.“

Tiere nicht im Stich lassen

Eine so eine große und ermutigende Reaktion auf den Artikel hätte man beim Tierschutzverein nicht erwartet, schreibt von Crailsheim weiter. „Von Hamburg bis Bamberg, vom Studenten bis zum Rentner, wurde uns Mut zugesprochen, weiter zu suchen und für unser Tierheim zu kämpfen. Das werden wir! Wir werden unsere Tiere nicht im Stich lassen.“

„Ob sich Stadt und Landkreis Kitzingen mit insgesamt rund 100 000 Einwohnern das Armutszeugnis ausstellen lassen wollen, sich kein Tierheim leisten zu können oder zu wollen?, fragt sich von Crailsheim. Gerade vor der Wahl gehört auch darüber nachgedacht.“ Tierschutz habe doch eine Lobby, heißt es abschließend in der Stellungnahme.



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