Wie so oft sind es die berühmten Steine, die anstoßen. In diesem Fall liegen sie auf einem Wirtschaftsweg und versperren, von Herrnberchtheim kommend, den Weg ins Gewerbegebiet GollIpp. Das fand ein Besucher der Ippesheimer Bürgerversammlung nicht in Ordnung.

Das Thema hatte auch den Gemeinderat in den vergangenen Jahren immer wieder beschäftigt. Es habe viele Beschwerden gegeben, dass Fremde den Weg nutzten, erinnerte Bürgermeisterin Doris Klose-Violette. Lange sei diskutiert worden, bis der Gemeinderat schließlich die Sperrung beschlossen habe, fügte Gemeinderat Helmut Schießl (Herrnberchtheim) an.

Erst setzte die Gemeinde einen Poller, der aber umgefahren oder gar entfernt wurde. Auch ein Findling sei weggeschoben worden, schilderte Bürgermeisterin Klose-Violette die Entwicklungsgeschichte bis zu den sehr großen Muschelkalk-Quadern. Auch betonte sie, dass der Weg ein Flurweg sei. Sollten sich neue, bislang noch nicht ausgetauschte Argumente ergeben, werde sich der Gemeinderat sicher erneut mit dem Thema beschäftigen, meinte Schießl. Ausführlich hatte zuvor die Bürgermeisterin die Haushaltszahlen erläutert, den Bau der Kinderkrippe vorgestellt, die notwendigen Fahrzeug-Käufe für Feuerwehr und Bauhof erklärt, ebenso die Vorhaben an der Weinparadiesscheune.

Themen, die die Besucher ansprachen, waren der Zustand des Eyringplatzes in Herrnberchtheim oder die einheitliche Beschilderung in den Ortsteilen. Helmut Stadelmann (Bullenheim) kritisierte die nur eine Bürgerversammlung für alle Ortsteile, hinterfragte den an der unteren Grenze angesiedelten Verdienst der ehrenamtlichen Bürgermeisterin und bezweifelte die Notwendigkeit einer Sekretärin.

Applaus der Bürger aus Ippesheim, Bullenheim und Herrnberchtheim gab es aber für die abschließenden Worte eines Besuchers, der der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat ausdrücklich für die engagierte Arbeit dankte.