Großlangheim

Steigerwaldbahn: Chance für die Region

Die Bevölkerung ist für eine Reaktivierung der Steigerwaldbahn zwischen Kitzingen und Schweinfurt – das zeigen etliche Kommentare.
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Die Steigerwaldbahnstrecke nahe Kitzinger Harvey-Kaserne im Jahr 2010.
Foto: Harald Meyer (Archiv)

Die Steigerwaldbahn zwischen Kitzingen und Schweinfurt liegt schon jahrelang im Donröschenschlaf. Gras wächst auf den Schienen und seit dem Truppenabzug der Amerikaner (2006) ist auch kein Zug mehr unterwegs. Es tat sich so lange nichts mit den Gleisen, dass die betroffenen Gemeinden Großlangheim, Kleinlangheim, Wiesentheid und Prichsenstadt einen Entwidmungsantrag gestellt haben. 

Doch vielleicht fahren bald wieder Züge auf der Steigerwaldbahn. Landrätin Tamara Bischof spricht sich für eine Reaktivierung aus und auch im Landkreis Schweinfurt gibt es Stimmen dafür. Ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit und Umsetzung ist geplant.

Chancen für Tourismus und Nahverkehr

Auch in der Bevölkerung gibt es etliche Befürworter für die Steigerwaldbahn. Das zeigt eine nicht repräsentative Umfrage, bei der sich eine Mehrheit für eine Reaktivierung ausgesprochen hat. Auch Kommentare auf der  Homepage beweisen, dass die Bahn als die Chance für die Region gesehen wird. "Mit der Bahn vorbei an Stau, Baustellen und Dieselfahrverboten", schreibt da zum Beispiel ein Nutzer. 

Möglichkeiten für den öffentlichen Nahverkehr und den Tourismus in der Region sieht ein weiterer Nutzer: "Sowohl im ÖPNV als auch für den Tourismus, der für Prichsenstadt, Wiesentheid und Kleinlangheim ein wichtiger Faktor ist, würde sich hier ein großes Entwicklungspotenzial ergeben." Ein anderer Leser wiederum weist darauf hin, dass "ein bis zwei Güterzüge auf der Strecke täglich deutlich weniger lärmbelastend sind als LKW-Verkehre Stoßstange an Stoßstange".

Noch ist offen, was mit der Steigerwaldbahn geschehen wird. Der Kitzinger Kreistag wird sich in Ausschüssen und im Plenum in den kommenden Wochen mit der Bahn beschäftigen. 



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