Volkach

Statt Steigerwaldbahn: Vorfahrt für Mainschleifenbahn

Roger Schmidt aus Volkach fordert mehr Einsatz von den Grünen für die Mainschleifenbahn. Und der Kreistag Kitzingen solle die Reaktivierung der Steigerwaldbahn aufgeben.
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Der Schienenbus verkehrt auf der Strecke der Mainschleifenbahn zwischen Astheim (im Bild) und Seligenstadt. Foto: IGM

Die Grünen täten gut daran, sich lieber verstärkt für die Reaktivierung der Mainschleifenbahn von Volkach-Seligenstadt-Würzburg einzusetzen", statt für eine Wiederbelebung der Steigerwaldbahn zwischen Schweinfurt, Gerolzhofen und Etwashausen-Kitzingen zu werben. Mit dieser Forderung reagiert das Volkacher Stadtratsmitglied Roger Schmidt (Bürgerliste) auf einen Gleis-Spaziergang der Schweinfurter Büdnisgrünen in der vergangenen Woche in Gochsheim (Lkr. Schweinfurt).

Schmidt zieht in einem Schreiben an diese Redaktion die Sinnhaftigkeit einer Reaktivierung der Bahnstrecke, "zumindest auf dem Teilstück Gerolzhofen-Kitzingen", stark in Zweifel. Die Strecke befinde sich in einem verwilderten Zustand und die Natur habe sich bereits Flächen zurückgeholt. Eine Wiederherstellung der Gleisanlagen würde viel Geld kosten.

Potenzial für über 1000 Fahrgäste pro Tag

Dagegen sei die Strecke der Mainschleifenbahn zwischen Seligenstadt und Volkach dank der Pflege durch Ehrenamtliche "top in Schuss", findet Schmidt. Und er sieht das Potenzial, dass die Fahrgästezahl die in einem Gutachten errechneten knapp 1000 pro Tag deutlich übertreffen könnte.

Er fordert den Kreistag des Landkreises Kitzingen dazu auf, sich von der Wiederbelebung der Steigerwaldbahn im Landkreis Kitzingen zu distanzieren und den Bereich Großlangheim-Etwashausen zu entwidmen und die dortigen Gleisanlagen abbauen zu lassen. "Die Wiederbelebung der Mainschleifenbahn macht im Landkreis Kitzingen als einziges Sinn und hier sollten die Kräfte gebündelt werden, um den dauerhaften betrieb in den kommenden Jahren endlich zu realisieren", endet die Stellungnahme des Volkacher Stadtrats.

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