KITZINGEN

Start ins neue Jahr: Feuerwerk vom Hochnebel verschluckt

Mit Knallern und Raketen haben die Kitzinger das neue Jahr begrüßt. Für Polizei und Feuerwehr ging der Jahreswechsel ruhig los, brachte dann aber doch viel Arbeit.
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Hochnebel hat zumindest in Kitzingen den bunten Start ins neue Jahr ein bisschen gedämpft. Dennoch, die echten Fans haben davon ebenso wenig vom Feiern abhalten lassen wie von den Minustemperaturen. Rund 1500 von ihnen haben nach Schätzungen der Polizei auf oder um die Alte Mainbrücke in Kitzingen gefeiert. FOTO: Hans Will
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Mit Knallern und Raketen, die im Maintal allerdings wegen des Hochnebels nicht so recht zur Geltung kamen, haben die Kitzinger das neue Jahr begrüßt. Für Polizei und Feuerwehr ging der Jahreswechsel zwar ruhig los, brachte im Lauf der Nacht dann aber doch viel Arbeit. Von sieben leicht Verletzten spricht die Kitzinger Polizei in ihrer Bilanz zum Jahreswechsel und von drei Einsätzen der Feuerwehr, bei denen sich die Schäden allerdings in Grenzen hielten.

Ruhiger Start

Dabei hatten die Beamten der Kitzinger Polizei bis kurz vor Mitternacht einen ruhigen Abend. Ab 23.30 Uhr kamen dann immer mehr Leute zur Alten Mainbrücke. Dort hielten sich nach Polizeiangaben zum Jahreswechsel rund 1500 Personen auf. Die brannten im Bereich Alte Burgstraße/Schrannenstraße, Alte Mainbrücke, Mainkai bis zur Feuerwehr und Bleichwasen kräftig Feuerwerk ab – ohne Verletzungen und andere Probleme.

Streitigkeiten

Nach Mitternacht kam es allerdings zu mehreren Streitigkeiten, Körperverletzungen und Ruhestörungen bei Silvesterfeierlichkeiten in Stadt und Landkreis. Sieben Personen sind dabei nach ersten Schätzungen leicht verletzt worden.

Drei Einsätze hatten die Feuerwehren. Einen Schaden von rund 200 Euro verursachte an Neujahr gegen 0.30 Uhr ein 32 jähriger Mann mit seinen Knallfröschen in Markt Einersheim. Er warf gleich mehrere davon von seinem Balkon aus auf die Terrasse eines angrenzenden Anwesens und beschädigte dabei einen dort verlegten Kunstrasen.

Eingreifen verhindert Schlimmeres

Dem schnellen Eingreifen einer Anwohnerin ist es zu verdanken, dass ein Brand ohne Schaden gelöscht werden konnte. Offenbar hatte kurz nach Mitternacht eine Silvesterrakete einen Laubhaufen unter dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Tannenbergstraße in Kitzingen in Brand gesetzt. Bevor das Feuer auf das Haus übergreifen konnte, hatte eine Anwohnerin es löschen können. Die Feuerwehren aus Kitzingen und Sickershausen kümmerten sich um die letzten Glutnester.

Mofas durch Feuer zerstört

Zwei total verbrannte Mofas und ein Schaden von 1700 Euro sind die Folge eines Brandes, der gegen 3.10 Uhr in der Egerländer Straße in Kitzingen gemeldet wurde. Vermutlich durch eine Silvesterrakete wurde eine Abdeckplane entzündet, mit der zwei Mofas zugedeckt waren. Beide Mofas brannten bis auf die Rahmen ab. Durch das Feuer wurde auch die Fassade eines Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen. Die Flammen wurden durch die Feuerwehr Kitzingen gelöscht.

Randalierer in Kitzingen

Drei leicht Verletzte sind das Ergebnis eines Streites, der der Polizei gegen 0.25 Uhr aus dem Muldenweg in Kitzingen gemeldet wurde. Aus einem Wortgefecht hatte sich bis zum Eintreffen der Streifen zu einer Schlägerei entwickelt. Ein alkoholisierter 21-Jähriger Mann hatte nach den ersten Ermittlungen andere Personen so lange provoziert und belästigt, bis es zu der Schlägerei kam, bei der am Ende drei Personen verletzt wurden. Die Polizei ermittelt gegen alle Beteiligten wegen Körperverletzung.

Streit gesucht

Zwei noch unbekannte Täter haben bei einer Feier in Iphofen gegen 3.15 Uhr einen 59-jährigen Mann so geschlagen, dass der stürzte und sich leicht verletzte. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 59-Jährige über längere Zeit andere Feiergäste provoziert und belästigt hatte. Es kam zu einer Schubserei und einem Schlag in das Gesicht des Mannes, der zu Boden ging. Der wollte sich zunächst nicht von den Sanitätern behandeln lassen, wurde aber schließlich ins Krankenhaus Kitzingen gebracht.

Ehefrau geschlagen

Zu einem handgreiflichen und vermutlich alkoholbedingten Ehestreit kam es gegen 4.30 Uhr in Geiselwind. Dabei wurde die Frau mehrfach geschlagen. Sie trug Blutergüsse und eine kleine Platzwunde davon. Der Mann ging auch auf die Beamten los, beschimpfte und beleidigte sie und landete schließlich in der Haftzelle der Polizei in Kitzingen. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Gut vorbereitet war das Rote Kreuz (BRK) in die Nacht gegangen. Neben den vier „normalen“ Rettungswagen standen weitere Einsatzkräfte bereit. „Die Planungen haben gepasst“, so Kreisgeschäftsführer Harald Erhard in seiner Bilanz. „Insgesamt waren unsere Teams gut beschäftigt, wobei der Schwerpunkt mit 21 von 27 Einsätzen eindeutig in der Zeit nach dem Jahreswechsel lag“, so Erhard. Hier sei das BRK durchgängig mit zeitweise bis zu sieben Rettungswagen gleichzeitig unterwegs gewesen. Am End steht die Feststellung, dass der Landkreis von großen Schadensereignissen verschont geblieben ist.

 

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