KITZINGEN

Start für Solarpark am Flugplatz?

Obwohl die Wiedererweckung des Kitzinger Flugplatzes noch ebenso in der Warteschleife hängt wie der Startschuss für den Industriepark „conneKT“, bewegt sich etwas in den einstigen Harvey Barracks an der Straße nach Großlangheim: Der geplante Solarpark am südwestlichen Ende der Landbahn geht in die vorentscheidende Phase. Der Stadtrat diskutiert am Donnerstag (20. Februar, 18.30 Uhr) den Bebauungsplan „Photovoltaik Flugplatz“.
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Hinter Gittern: Noch existiert der geplante Technologiepark „conneKT“ ausschließlich hinter den verschlossenen Toren der einstigen Kitzinger Harvey Barracks an der Staatsstraße Richtung Großlangheim. Erstes Projekt auf dem Gesamtgelände ist ein Solarpark, der auf rund fünf Hektar des Flugplatzareals entstehen soll. Foto: Foto: Ralf Weiskopf

Obwohl die Wiedererweckung des Kitzinger Flugplatzes noch ebenso in der Warteschleife hängt wie der Startschuss für den Industriepark „conneKT“, bewegt sich etwas in den einstigen Harvey Barracks an der Straße nach Großlangheim: Der geplante Solarpark am südwestlichen Ende der Landbahn geht in die vorentscheidende Phase. Der Stadtrat diskutiert am Donnerstag (20. Februar, 18.30 Uhr) den Bebauungsplan „Photovoltaik Flugplatz“.

Genug Raum für Sonderlandeplatz

Das Projekt auf rund fünf Hektar Fläche ist nicht unkompliziert. Mit den Sonnenkollektoren auf der Landebahn – daneben gibt es noch weitere bereits versiegelte Nebenflächen des Flugplatzes – verkürzt sich das 2,2 Kilometer lange Flugfeld um ein gutes Drittel. Trotzdem bleibt mit einer Landebahn von 1,4 Kilometern Länge noch genug Raum für den seit langem geplanten Sonderlandeplatz. Und damit der genehmigungsfähig bleibt und allen Sicherheitsvorschriften genügt, müssen die Solarkollektoren ausreichend Abstand zum Sicherheitsstreifen der Landebahn halten.

Ein Knackpunkt für die Solarpark-Planer und den Luftsportclub Kitzingen (LSC) sind die Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die noch im Bereich der Landbahn vermutet werden. Erst wenn hier die Kampfmittelfreiheit festgestellt ist, kann mit dem Bau des Solarparks und der Wiederbelebung des Flugplatzes begonnen werden.

Was die Firma Blumquadrat als Eigentümer des Gesamtgeländes und Planer des Technologieparks positiv stimmt: Auf den 70 Hektar des „conneKT“-Areals, das noch der Absegnung des Bebauungsplans – laut Stadt soll er im März diskutiert werden – harrt, sind nach einer Expertise der Kampfmittel-Räumungsfirma Raabe keine Blindgänger entdeckt worden.

15-Millionen-Euro-Projekt

Ein bislang an den Hürden des Baurechts hängen gebliebenes Zukunftsprojekt könnte ebenfalls im Umgriff des neuen Technologieparks eine Heimat finden – eine so genannte Power-to-gas-Anlage. Das (nach bisheriger Darstellung) gut 15 Millionen Euro teure Vorhaben, das überschüssigen Strom von Windrädern und Solaranlagen über längere Zeit speichern und Kohlendioxid (CO2) zu Erdgas verarbeiten soll, war bisher im Stadtrat gescheitert.

Grund war die Lage des Projekts in direkter Nachbarschaft der Produktionsstätte der Franken Guss GmbH: Die Anlage hätte eine Bachaue und eine Frischluftschneise der Stadt beeinträchtigt. Nun könnte das Vorhaben mit der Methanisierungsanlage und einer Wasserstofftankstelle auf einem Areal zwischen dem Gusswerk und dem Gewerbegebiet Großlangheimer Straße entstehen – falls der Investor da mitspielt.

Die weiteren Themen im Kitzinger Stadtrat:

• Zuschuss für Mittagsbetreuungsgruppen und Ganztagsklassen in den Schulen.

• Auftragsvergabe für Sanierung des Betriebsgebäudes im Klärwerk.

• Überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2007 bis 2010.

• Beitritt der Stadt Kitzingen zum Verein „Europäische Metropolregion Nürnberg.“

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