KITZINGEN

Starke Kinder rufen: Hau ab!

„Hau ab!“, schallte es Anfang Juli durchs Schulhaus der Grundschule Kitzingen-Siedlung. Grund war nicht ein lautstarker Streit unter Schülern. Nach Vermittlung durch den Kreisjugendring und die Stadtjugendpflege waren der Bamberger Sozial- und Theaterpädagoge Dirk Bayer und seine Kollegin mit dem gleichnamigen Theaterstück in den vierten Klassen zu Gast.
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Präventionsprojekt an der Siedlungsschule Foto: Foto: Dagmar Markert

„Hau ab!“, schallte es Anfang Juli durchs Schulhaus der Grundschule Kitzingen-Siedlung. Grund war nicht ein lautstarker Streit unter Schülern. Nach Vermittlung durch den Kreisjugendring und die Stadtjugendpflege waren der Bamberger Sozial- und Theaterpädagoge Dirk Bayer und seine Kollegin mit dem gleichnamigen Theaterstück in den vierten Klassen zu Gast.

Inhalt des Stücks, das den Unterricht zur Sexualerziehung im Heimat- und Sachunterricht ergänzte und abrundete, war die Prävention vor sexuellem Missbrauch. Ziel des Stücks ist es laut Bayer, das Thema sexueller Missbrauch zu enttabuisieren, den Kindern Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie stark zu machen. In dem interaktiven Mitmach-Stück, das 2003 den Präventionspreis der fränkischen Polizei erhielt, wurde die Handlung immer wieder unterbrochen, sodass die Schüler eigene Lösungsvorschlägen einbringen, und sie dann im Spiel erproben und umsetzen konnten, heißt es in einer Pressemitteilung .

Wichtigste Botschaft für die Kinder: Achte auf dein „inneres Gefühl“. Es sagt dir, was in Ordnung ist und was nicht. Zudem bekamen die Viertklässler noch eine Reihe von Verhaltenstipps an die Hand, wie sie sich im Falle eines Falles schützen können. Zusätzlich wurden die Tipps noch auf einem Plakat festgehalten, zu dem die Schüler noch Bilder gestalteten.

Im Vorfeld informierte das Schauspielerteam interessierte Eltern über das Stück und ihr Vorhaben in den Schulklassen. Außerdem gab es im Elternabend Tipps für die Erziehungsberechtigten, wie aus Kindern starke, selbstbewusste und selbstbestimmte Persönlichkeiten werden, die sich besser gegen Übergriffe zur Wehr setzen können.

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