IPHOFEN

Stark wie nie im Netz

Eine Homepage, die hat mittlerweile fast jede Gemeinde. Doch nur wenige in der Region haben eine wie seit wenigen Wochen die Stadt Iphofen.
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Sind begeistert vom neuen Auftritt im Netz: Simone Mergenthaler von der Tourist Information Iphofen und Zweiter Bürgermeister Ludwig Weigand surfen über die neue Internetseite der Stadt und Tourismusregion Iphofen. Anderthalb Jahre lang wurde an diesem Projekt gefeilt. Foto: Foto: Timo Lechner

Eine Homepage, die hat mittlerweile fast jede Gemeinde. Doch nur wenige in der Region haben eine wie seit wenigen Wochen die Stadt Iphofen. Streng genommen sind es sogar zwei: eine für die Touristen, eine für die Bürger. Das ist das Ergebnis von anderthalb Jahren intensiver Arbeit. Was Claudia Bellanti, Leiterin der Tourist Information (TI) in Iphofen, so stolz auf www.iphofen.de macht, hat sie dieser Zeitung erzählt.

Große Bilder sieht man, wenn man die neue Iphöfer Seite anklickt. Die soll Lust auf Urlaub in der Weinregion machen und schnell auf die Themen Wein, Natur und Kultur sowie Service und Infos hinweisen. So die übersichtliche Struktur, hinter der sich für den, der mehr wissen will, ein weit verzweigtes Informationssystem zu den Themenbereichen eröffnet. Rechts oben ein direkter Link zu den Unterkünften und zum „Bürgerservice“, der dann auf die eigene Seite www.stadt-iphofen.de verlinkt.

„Das schönste Lob war das von einer Freundin, die sagte, die Seite schaue nun so aus wie die Seiten der Städte, in die man gerne zum Urlaub machen fährt“, fasst Bellanti zusammen. So sollte es auch sein: Im weltweiten Netz will die Stadt mit ihrer Internetseite eine Visitenkarte abgeben, die sich sehen lassen kann. Einladend, modern und vor allem funktional: Auf Tablets und Laptops muss die Seite ebenso darstellbar sein wie auf dem Smartphone.

Gar nicht so einfach, und ein Manko der alten Seite, wie sie im Jahr 2006 bereits online ging. Die war einfach nicht mehr auf dem Stand der heutigen Technik, wie sie von den Internetsurfern genutzt wird. „Wir hätten das alte System aufpeppen können, jedoch wäre dies nur Flickschusterei geworden“, sagt die TI-Leiterin. Und hätte auch eine Stange Geld gekostet. Nun sind es mit allem Drum und Dran auch rund 80 000 Euro geworden, die Iphofen in seinen Internetauftritt investiert hat. Dafür gab es im Stadtrat hin und wieder Kritik.

Claudia Bellanti und ihre Mitarbeiterin Simone Mergenthaler haben das Projekt mit Zweitem Bürgermeister Ludwig Weigand, der seitens der Stadt mit involviert war, gemeinsam nach vorne getrieben. Die Damen haben Seminare besucht, sich mit den Fragen auseinandergesetzt, was man eigentlich will. „Uns ging es darum, unsere Anbieter näher an den Kunden zu bringen und deren Angebot über die Homepage vertriebsorientierter darzustellen“, meint Bellanti. Stundenlang rauchten da die Köpfe, wurde an jedem Text und jeder Formulierung gefeilt, wurde die Navigation wieder überdacht, Bilder ausgetauscht und am Profil gearbeitet.

„Wir können die Seiten selbstständig auf dem Stand der Dinge halten.“
Claudia Bellanti zur neuen Homepage

Das Ganze geschah natürlich nicht alleine: Mit im Boot waren die Firma Meaneo, die das Content-Management-System speziell auf Iphofen zugeschnitten hat und noch weiter im Hintergrund für technische Belange mitarbeitet. Luna Park haben dafür gesorgt, dass Iphofen in den Suchmaschinen in den vorderen Positionen zu finden ist. Die thematische Ausrichtung geschah in Zusammenarbeit mit der Firma Netzvitamine, TrustYou schuf ein leistungsstarkes Online-Reputations-Management-Werkzeug.

„Wir können die Seiten selbstständig auf dem Stand der Dinge halten und brauchen dazu nicht immer gleich Fachleute“, erklärt Claudia Bellanti. Auch die beiden anderen Damen von der TI, Christl Usler und Sabrina Bischof, sind mittlerweile in die Prozesse eingeweiht.

Die Seiten haben nicht nur für Touristen einen hohen Unterhaltungs- und Informationswert, sondern auch für Bürger und Betriebe gleichermaßen. Das war den Initiatoren der neuen Homepage von Anfang an wichtig. Knauf- und Kirchenburgmuseum werden jetzt endlich ansprechender präsentiert, die Kleingliedrigkeit der alten Seite ist einer einleuchtenden Übersichtlichkeit gewichen.

Blickt man auf die Internetauftritte anderer Kommunen im Umkreis, fällt auf: Vom Grundkonzept her fährt die Stadt Volkach ein ähnliches Konzept. Die hat aber auch ebenso wie Iphofen den Status „Touristenstadt“ und muss für ihre Bürger schlüssige Seiten bieten. Andere Kommunen wie Dettelbach, Wiesentheid oder Marktbreit strukturierten ihre Homepages zwar eher einfach, stellen aber eine informationsreiche Mischung ins Netz.

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