Volkach

Standpunkt: Stadt und Feuerwehr müssen mehr miteinander reden

Halbwahrheiten, ein abgelehnter Lehrgang und reichlich angestauter Ärger: Die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Stadt Volkach ist schwer gestört. Zum Leid aller.
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Ein Bild aus besseren Zeiten: Im Jahr 2014 strahlte Kommandant Fred Mahler (rechts) bei der Übergabe der Fahrzeugschlüssel von Bürgermeister Peter Kornell für das neue TLF 3000 und das Mehrzweckboot. Foto: Peter Pfannes

Der Erste (Volkachs Bürgermeister Peter Kornell) fordert die Feuerwehr zu mehr persönlichem Gespräch auf. Der Zweite (Kommandant Fred Mahler) wünscht sich, der Bürgermeister möge doch öfters mal zum Telefonhörer greifen. Der Dritte (Feuerwehr-Sprecher Moritz Hornung) wünscht sich, überhaupt eine Antwort auf seine Anfragen per E-Mail zu bekommen. Klingt kompliziert? Ist es auch! Weil in Volkach die Kommunikation zwischen Bürgermeister und Feuerwehr schwer gestört ist.

Da wirkt es schon fast ironisch, dass der aktuelle Streit am Einbau von digitalen Funkgeräten (für die sichere Kommunikation) und einem Lehrgang dazu entbrannt ist. Um diesen dauerhaft zu löschen, gehören alle Beteiligten endlich mal wieder an einen Tisch. Und am besten noch ein Vermittler dazwischen.

Kommandant wollte einst Bürgermeister werden

Denn das Miteinander ist nicht erst seit der Debatte um die  Teleskoprettungsbühne gestört, deren Wartung die Stadt versäumt hatte. Das im März 2018 öffentlich gemacht zu haben, kreidet Kornell dem Feuerwehr-Sprecher heute noch an. Und bei der Kommunalwahl 2014 hatte Mahler Amtsinhaber Kornell als Bürgermeister-Kandidat herausgefordert – und bekanntermaßen verloren. Ein Hintergrund, der nach wie vor eine Rolle zu spielen scheint.

Heute vermischt Kornell fröhlich Lehrgänge zu Digitalfunk, Bootsführerschein und analogen UKW-Geräten für den Schiffsfunk, um den vermeintlichen Übereifer der Volkacher Kameraden zu verdeutlichen. Doch Halbwahrheiten bringen niemanden weiter. Passende Fortbildungen hingegen schon. Und warum der Bürgermeister eine kostenlose nicht genehmigt, ist aus sachlichen Gründen nicht nachvollziehbar.

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