Obervolkach

Standpunkt: Im Oldtimer zum Einsatzort?

Oldtimer als Einsatzfahrzeuge für Hilfs- und Rettungskräfte - das hat nichts mit Nostalgie zu tun. Wer so etwas duldet, der gefährdet das Leben und die Gesundheit von Menschen.
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Wer heute im Straßenverkehr ohne angelegten Sicherheitsgurt, ohne Kopfstützen oder ohne funktionierende Airbags unterwegs ist, darf mit hohen Geldbußen rechnen. Ausgenommen von den strengen Sicherheitsvorschriften sind Oldtimer, die diese Schutzmerkmale für die Fahrzeuginsassen bauartbedingt nicht aufweisen.

Eine Nachrüstung ist oft nicht machbar, was durchaus zu verstehen ist. Unverständlich ist allerdings, wenn Einsatzkräfte der Feuerwehr in einem Oldtimer zum Unfallort oder zur Brandstelle fahren – unter Zeitdruck und mit Blaulicht. Wer schützt die freiwilligen Helfer in ihren Fahrzeugen auf ihren Einsatz- oder Bewegungsfahrten, wenn sie selbst in einen Verkehrsunfall verwickelt werden?

Zuständig für die Ausrüstung der Floriansjünger ist ihr Dienstherr, in diesem Fall die Stadt Volkach. Es ist unverantwortlich junge Männer, die anderen Menschen in der Not helfen wollen, einem solch großen Sicherheitsrisiko auszusetzen. Da spielt es auch keine Rolle, dass man noch kein geeignetes Grundstück für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses gefunden hat, das ausreichend Platz für das neue Einsatzgefährt bieten würde. Hier müssen die Verantwortlichen dringend Abhilfe schaffen. Es gibt ausreichend Beispiele, bei denen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und BRK auf ihren Eilfahrten zu Unfallorten selbst verunglückten.

Es besteht absolute Gefahr im Verzug. Der Dienstherr der Obervolkacher Feuerwehr muss deshalb dringend Abhilfe schaffen und die Wehr mit einem zeitgemäßen Einsatzfahrzeug ausrüsten, das den heutigen Sicherheitsstandards entspricht.

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