Die Fragen, die wir gerne Paul Graf von Schönborn gestellt hätten und die ihm obendrein wunschgemäß schriftlich vorlagen, waren völlig harmloser Natur und sollten lediglich der zusätzlichen Information unserer Leserinnen und Leser dienen. So wollten wir zum Beispiel wissen, wie lange er schon fliegt oder welchen Flugplatz er bisher als Heimatflughafen für seine Starts und Landungen benutzt.

Allerdings hatten wir uns auch erlaubt zu fragen, was unter der Einschränkung genau zu verstehen ist, dass er den Sonderlande- und Startplatz am Herleshof „vorwiegend“ für eigene private fliegerische Zwecke nutzen möchte. Nicht, dass sich hier doch irgendwann durch die Hintertür ein kleiner Geschäfts-Reiseverkehr entwickeln könnte, wie schon in Kolitzheim teilweise gemutmaßt wird, obwohl dies die Antragstellung nicht hergibt.

Schade, dass wir für das Haus Schönborn bisher in dieser Angelegenheit Luft waren. Erst hat der Graf nicht zurückgerufen, dann die schriftlichen Fragen nicht beantwortet und jetzt durch die Hauptverwaltung mitteilen lassen, dass er verreist ist und „vorerst keine Presseanfragen beantworten wird“. Das ist kein guter, sondern eher ein holpriger und etwas abgehobener Start, wie wir finden.

Transparenz sieht anders aus.