Kitzingen

Stadtschoppen und Mainfestival locken die Besucher

Kein Anstich sondern ein Anbiss eröffnete den Kitzinger Stadtschoppen: der Biss in die neue Stadtwurst. Wer die nicht wollte, war beim Mainfestival gut aufgehoben.
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Beim Kitzinger Mainfestival lockten alte Fahrzeuge am Mainufer die Besucher.  Foto: Robert Haaß
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Was vor zwei Jahren als etwas "spinnerte" Idee begann und gerade Mal über drei Wochen lief, sich 2018 auf zehn Wochen erstreckte, dauert heuer eine ganze Saison: Vom 1. Mai bis zur Ebshäuser Kerm im Oktober, also ganze 23 Wochen lang, gibt es den Kitzinger Stadtschoppen auf der Alten Mainbrücke. Am Mittwochvormittag war die offizielle Eröffnung und das bei Traumwetter vor Traumkulisse.

Oldtimer und Foodtrucks an den Mainufern

Und es war nicht nur diese Eröffnung alleine, die viele Besucher in die große Kreisstadt lockte. Stadtmarketingverein, die Stadt Kitzingen und die Tourismusinformation hatten sich das Mainfestival einfallen lassen – zur Eröffnung der Outdoor-Saison, flussabwärts an beiden Ufern des Mains.

Auf Etwashäuser Seite, dem Stadtbalkon, waren es die Oldtimer des AMC Kitzingen, die immer Besucher ziehen und die breite Palette alter Fahrzeuge zeigte, was vom über 100 Jahre alten Model T über große US-amerikanische Fahrzeuge bis hin zu den typischen Kleinwagen der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts reichte. Auf der Stadtseite quasi die "Moderne" mit E-Autos Kitzinger Fahrer. Und auf dem Weinfestgelände, fast idyllisch im Grünen und im Schatten, die acht Foodtrucks, die ebenfalls bis in den Oktober hinein immer donnerstags das kulinarische Angebot Kitzingens ergänzen.

Klar, dass die Aktionen bei der Eröffnung auf der Mainbrücke gebührend gefeiert wurden. Als "Landkreisweinfest" bezeichnete Frank Gimperlein vom Stadtmarketingverein den Brückenschoppen in diesem Jahr, denn was da wöchentlich von Donnerstag bis Sonntag präsentiert werde, sei die "Crème de la Crème" des Frankenweins. Neben der GWF wechseln sich wöchentlich die "besten Winzer Frankens" mit der Präsentation ihrer Erzeugnisse ab. Großen Anteil am Gelingen des Stadtschoppens über eine so lange Zeit hat dabei die GWF, mit ihrer Dauerpräsenz und dem Stellen der Gläser.

Landrätin lobt die Zusammenarbeit

Neu beim Stadtschoppen ist die Stadtwurst, eine Bratwurst, die bei einer Blindverkostung ausgewählt wurde und dem Wunsch vieler Gäste entspricht. Bürgermeister Stefan Güntner nutzte die Gelegenheit, die erste dieser Bratwürste zu verkosten, ein "Anbiss" anstelle eines "Anstichs". Der ansonsten dem Alkohol nicht zugeneigte Stadtvertreter hat nun auch ein "Highlight, das mich auf die Brücke führen wird".

Ganz begeistert von den vielen Aktionen in Kitzingen zeigte sich Landrätin Tamara Bischof, die auch die Zusammenarbeit mit den Winzern aus dem Landkreis lobte. Mit der Übergabe der Kreisstraße an die Stadt Kitzingen war es erst möglich geworden, einen Teil dieser Straße, die alte Mainbrücke nämlich, zur reinen Fußgängerbrücke zu machen, was wiederum diesen Stadtschoppen erst ermöglichte. "Stadt und Land arbeiten hier zusammen", sagte Bischof.

"Eine wichtige Anlaufstelle für die Gäste in der Region", das ist für die fränkische Weinkönigin Carolin Meyer der Stadtschoppen und natürlich auch eine "sehr wertige und wunderbare Präsentation des Frankenweins". Denn, so die Hoheit weiter: "Die besten Weine sind die, die wir zusammen mit Freunden trinken."

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