Marktbreit

Stadtjubiläum: Die Altstadt genießen und mit den Rittern lagern

Marktbreit feiert sein Jubiläum "200 Jahre Stadterhebung" das ganze Jahr über. Doch die Doppelveranstaltung am Wochenende war einer der Höhepunkte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Marktbreit beging am Wochenende einen der Höhepunkte zu den Feierlichkeiten anlässlich der Stadterhebung vor 200 Jahren. Foto: Robert Haaß
+1 Bild

Vor 200 Jahren wurde Marktbreit zur Stadt erklärt. Grund genug, dieses Jubiläum ein Jahr lang zu feiern. Einer der Höhepunkte fand am Wochenende in der Altstadt und auf den Mainwiesen statt: Der "Altstadtgenuss" in seiner zweiten Auflage und ein Ritterlager mit insgesamt 35 Akteuren zogen Samstag und Sonntag viele Besucher nach Marktbreit.

Neu am Altstadtgenuss: Der Markt wurde als Rundweg angelegt, ausgeschildert und führte die Besucher so auch in die etwas entlegeneren Ecken der Stadt. Start war am Schlossplatz mit großer Bühne und Musik. Anlässlich des Jubiläums hatte die Deutsche Post gar ein eigenes Postamt aufgebaut, in dem es den Jubiläumsstempel gab. Die passenden Briefmarken boten dabei die Briefmarkensammler Marktbreit gleich daneben an: Ein ganzer Bogen mit Motiven aus der Stadt und passenden Umschlägen. Und wer wollte, konnte sich auch eine eigene Jubiläumsmünze vor Ort prägen lassen.

Vereine sorgen für den Genuss

Überhaupt die Vereine: Die waren in den Altstadtgenuss einbezogen, sorgten dabei für den "Genuss" mit ihren Verpflegungsständen und den Sitzgelegenheiten, die immer gut belegt waren. Schlossplatz, Marktplatz, Schustergasse, Winzerhof und weiter über die Pfarrgasse zurück zum Schloss – wer den Rundgang abgeschlossen hatte, musste nur ein paar hundert Meter weiter ans Mainufer hinter der Brücke nach Segnitz laufen, um ein eine ganz andere Welt zu kommen.

Die Welt der Ritter und Schwerter, mit Zelten, Pferden, Ritterturnieren und einer Feuerschau - vor allem, aber nicht nur für Kinder. Und die waren richtig begeistert, wie Referent Harald Damm schon über den Freitagabend berichtete. Ein eigener Workshop für ganz junge Marktbreiter sorgte für große Aufmerksamkeit - am liebsten wären sie die Nacht über im Lager geblieben, hätten sie dann nicht auch mithelfen müssen, etwa beim Spülen. 

Um aber am nächsten morgen gleich wieder mit vielen anderen Besuchern im Lager zu stehen und sich begeistern zu lassen vom Lagerleben und vielen Informationen aus der Ritterzeit. Etwa der Arbeit des Scharfrichters, die den einen oder anderen Gruselschauer über den Rücken ziehen ließ. Und dann auch mal ein richtiges Schwert in die Hände zu nehmen und spüren, wie schwer das ist.

Wer ganz mutig war, konnte auch schon einmal die Härte und den Nutzen eines Schildes ausprobieren, das schon einen harten Schlag mit dem Schwert aushält. Schlagen durften die Kinder mit dem Schwert natürlich nicht, aber Schwimmstangen auf das Schild einauen - und das machte so richtig Spaß.

Spaß hatten aber auch die nicht ganz so aktiven Besucher, die einfach nur durchs Lager schlenderten, einen Blick in die Zelte warfen oder sich alles Mögliche über die Ritterzeit erklären ließen. Denn die beiden anwesenden Gruppen "Gefährten des Feuers" und die Chors Castellum Hospitalis" hatten ganz viel an Information dabei - nicht trocken und theoretisch, sondern ganz real. Und auch das Marktbreiter Jugendzentrum kam auf seine Kosten, denn die Mitglieder sorgten für die Verköstigung der Besucher.

Die weiteren Veranstaltungen in Marktbreit zum Jubiläumsjahr sind unter www.makrtbreit.de aufgelistet.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.