Kitzingen

Stadt will an die Fördertöpfe

Auch wenn noch keine belastbaren Zahlen vorliegen: Die Generalsanierung der Dreifachsporthalle im Sickergrund wird ein Kraftakt.
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Die Dreifachsporthalle im Kitzinger Sickergrund muss generalsaniert werden. Jetzt könnte sich eine neue Möglichkeit zur Förderung der auf gut zehn Millionen Euro teuren Maßnahme ergeben.

Auch wenn noch keine belastbaren Zahlen vorliegen: Die Generalsanierung der Dreifachsporthalle im Sickergrund wird ein Kraftakt. Gut zehn Millionen Euro stehen im Raum. Zur Finanzierung eines Teils will sich die Stadt jetzt den Bund mit ins Boot holen.

Den Weg dafür soll der Kitzinger Stadtrat in einer außerordentlichen Sitzung am Donnerstag um 17.30 Uhr im Rathaus frei machen. Außer der Reihe findet die Sitzung deswegen statt, weil die Stadt an einem Förderprogramm teilnehmen will und dafür Fristen einhalten muss.

Der Hintergrund: Der Bund hat ein 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm unter dem Namen „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgelegt. Das Geld wird im Bundeshaushalt 2018 bereitgestellt.

Die 100 Millionen Euro stehen für die Förderung „investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung“ zur Verfügung. Die Vergabe ist an ganz bestimmte Voraussetzungen und Fristen geknüpft. Und genau die will die Stadt mit der Sondersitzung einhalten.

Grobe Kosten

Dass es um einiges geht, macht die Sitzungsvorlage deutlich. Danach gibt es noch keine Kostenschätzung oder gar -berechnung, sondern lediglich einen „groben Kostenüberschlag“. Und danach rechnet das beauftragte Architekturbüro für die im Jahr 2020 geplante Generalsanierung mit 10,6 Millionen Euro.

Weil die Halle sowohl von Vereinen (53 Prozent) als auch von Schulen (knapp 47 Prozent) genutzt wird, kommen die Zuschüsse für die Sanierung aus unterschiedlichen Töpfen. Den schulisch genutzten Teil förderte die Regierung von Unterfranken mit zur Zeit bis zu 60 Prozent. Der öffentliche Teil wurde bisher nicht gefördert.

Das ist mit dem neuen Bundesförderungsprogramm anders. Danach können auch der öffentlich genutzte Anteil mit 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden. Voraussetzung ist die Aufnahme in das Förderpogramm und die soll der Stadtrat einleiten. Wer ins Programm kommt, soll im Oktober bekannt gegeben werden.



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