KITZINGEN

Stadt steht vor großen Herausforderungen

Als Mitte Dezember das Unternehmen Schaeffler angekündigt hat, im Kitzinger Technologiepark conneKT ein Logistikzentrum ansiedeln zu wollen, war das ein Weihnachtsgeschenk für die Stadt. Das sagte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller beim Neujahrsempfang.
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Auftakt zum Jubiläumsjahr: Der Neujahrsempfang der Stadt Kitzingen stand unter dem Motto „50 Jahre Lebenshilfe Kitzingen – mitten in der Gesellschaft“. Den Festvortrag hielt der ehemalige Leiter der St. Martin-Schule, Manfred Dölger (rechts im Bild). FOTO Hartmut Hess

Als Mitte Dezember das Unternehmen Schaeffler angekündigt hat, im Kitzinger Technologiepark conneKT ein Logistikzentrum ansiedeln zu wollen, war das ein Weihnachtsgeschenk für die Stadt. Das sagte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller beim Neujahrsempfang.

Müller stufte die Meldung als Erfolg für die Firma blumquadrat als Eigentümer des ehemaligen Flugplatzgeländes und als wichtigen Meilenstein im Konversionsprozess und in der Entwicklung dieses Gewerbe- und Industriegebietes ein. Der OB sagte, dass er sich auch in Zukunft für den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze einsetzen werde und nach einem wettbewerbsfähigen und starken Produktionsstandort Kitzingen strebe. Deswegen werde der Bebauungsplan conneKT demnächst zum Abschluss gebracht, daneben der Standort von Franken-Guss gesichert und die Erweiterungsmöglichkeiten der Firmen Leoni und Höhn unter Dach und Fach gebracht.

Im Konversionsprozess sei die Wohnsiedlung Marshall-Heights der letzte Baustein. Die Stadt erarbeite ein Wohnkonzept, dessen Ergebnisse die Grundlage für die Entwicklung des Areals bilden soll.

Müller erinnerte an die Entente-Florale-Goldmedaillen, den laufenden Umbau zum Stadteilzentrum Siedlung, die Schaffung zusätzlicher Kindergarten- und Krippenplätze, die Anbindung der Nordtangente an die Staatsstraßen 2271 und 2272 sowie den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Hoheim.

„Unsere Stadt steht 2015 vor großen Herausforderungen“, sagte Müller und fügte hinzu: „Dafür brauchen wir eine Aufbruchstimmung, Flexibilität und Wagemut.“ Kitzingen bleibe eine Stadt, in der sich lohne zu leben und zu arbeiten. Der Markenbildungsprozess habe gezeigt, dass die Stärken und Identität in „Die grüne Stadt am Main“ und „Das gute Leben“ liegen. „Lassen Sie uns gemeinsam diese Markenkerne mit Leben erfüllen“, so der OB.

„Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann.“ Mit dem Zitat von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte Müller die Gäste begrüßt. Der Empfang stand unter dem Motto „50 Jahre Lebenshilfe Kitzingen – mitten in der Gesellschaft“. Müller bezeichnete die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen als unverzichtbar für die Stadt und den Landkreis.

Der ehemalige Leiter der St.-Martin-Schule, Manfred Dölger, ging auf die geschichtliche Entwicklung des Umgangs mit behinderten Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg ein. 1958 war die Bundesvereinigung der Lebenshilfe gegründet worden, in Kitzingen ging die Initiative von der Casteller Lehrerin Anneliese Müller-Bohlig und dem Juristen Dr. Pawlowski im Jahr 1965 aus. Und noch im gleichen Jahr konnten sie eine „beschützende Werkstätte“ eröffnen.

Die erste Sonderschule in Kitzingen öffnete ihre Pforten im Jahr 1969, ehe die St. Martin-Schule bessere Bedingungen bot. Weitere Einrichtungen wie die Schulvorbereitende Einrichtung, die Frühförderstelle, die Wohnheime und das Leben und Arbeiten in den Mainfränkischen Werkstätten folgten. „Machen Sie mit bei dieser Bürgerbewegung Lebenshilfe und unterstützen Sie uns als Mitglieder“, rief Manfred Dölger die Menschen dazu auf, der Lebenshilfe beizutreten.

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