Kitzingen

Stadt plant den Verkehrsfluss in der Altstadt neu

Der Stadtrat wird sich am Donnerstag mit vielen Themen befassen. Ein wichtiges: das künftige Verkehrskonzept für die Innenstadt. Viele Straßenzüge sind davon betroffen.
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Wie will die Stadt Kitzingen künftig den Verkehr in der Altstadt regeln? Hier ein Bild von einer Ampelregelung in der Kaiserstraße von 2017. Eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema wird am Donnerstag im Stadtrat vorgestellt. Foto: Siegfried Sebelka (Archiv)

Eine volle Tagesordnung hat der Kitzinger Stadtrat für seine Sitzung am Donnerstag, 16. Mai, ab 19 Uhr im Rathaus vorliegen. Sie beinhaltet weitreichende Themen für die Stadtentwicklung:

Der Verkehr in der Innenstadt soll in Zukunft anders organisiert werden. Möglich wird das, sobald Ende des Jahres die Staatsstraße 2270 innerhalb der Stadtmauern an die Stadt übertragen wird. Davon betroffen wären Falterstraße, Luitpoldstraße, Kaiserstraße und Fischergasse. Im Gegenzug würde der Freistaat Bayern die Nordtangente von der Stadt übernehmen. In der Sitzung wird eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, die sich mit den Folgen des Straßentauschs beschäftigt: Tempo-30-Zonen, Einbahnstraßenregelungen, Umgestaltung von Plätzen und sogar Straßensperrungen.

Wird es in Kitzingen künftig keinen Martini-Sonntag mehr geben? Der verkaufsoffene Sonntag im Herbst steht auf der Kippe, weil er sich zunehmend nur noch auf geöffnete Läden stützt, aber weniger auf eine Veranstaltung, die weit über Kitzingen hinaus "einen beträchtlichen Besucherstrom" anzieht, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage schreibt. Die Stadt hat vier verkaufsoffene Sonntage; eine Konzentration auf den "Kitzinger Frühling", das "Kitzinger Stadtfest" und die "Etwashäuser Kirchweih", die mehr Veranstaltungen und folglich mehr Besucher bieten, steht zur Diskussion.

Die größte Halle für Schulsport- und Vereinsveranstaltungen in Kitzingen, die Dreifach-Sporthalle im Sickergrund, ist nach 34 Jahren sanierungsbedürftig. Der Stadtrat befasst sich mit den Kosten, die sich geschätzt auf über 13 Millionen Euro belaufen. Auch ins Geld gehen Auftragsvergaben für die Zweifeld-Schulsporthalle in Kitzingen. Diesmal steht eine Entscheidung über fällige Schreinerarbeiten an.

Nachbesserungsbedarf sieht die Musikschule der Stadt, nachdem sie ihr neues Domizil in der Inneren Sulzfelder Straße 21-23 bezogen hat. Das Gebäude muss einen besseren Lärmschutz erhalten. Kosten von bis zu 80 000 Euro sind zu erwarten.

Der Rat wird sich auch mit Anträgen der evangelischen Kindergärten beschäftigen, wonach die Stadt das Defizit der Einrichtungen in Höhe von bis zu 90 Prozent übernehmen soll.

Ebenfalls einen Zuschuss für die Kinderbetreuung, dieses Mal in Form der Offenen Ganztagsbetreuung an der St.-Hedwig-Grundschule, diskutiert der Stadtrat, wenn es um den Abschluss eines Kooperationsvertrags geht.

Einem Antrag der CSU folgend, wird die Kitzinger Stadtverwaltung geplante Bauprojekte einschließlich der Kosten und des Zeitplans vorstellen.

Mit dem Antrag der Bayernpartei, die öffentlichen Grünflächen insektenfreundlich zu gestalten und zu pflegen und den Winterhafendamm auf dem Kleinen Gartenschaugelände zu beschatten, beschäftigt sich das Gremium ebenfalls. 

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