Dettelbach

Stadt Dettelbach will das Tierheim unterstützen

Der Stadtrat ist bereit, Geld für den Neubau und den Betrieb des Tierheims zuzuschießen. Aber nur, wenn alle Kommunen im Landkreis mitmachen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Kitzinger Tierheim braucht Geld für einen Neubau. Die Stadt Dettelbach will sich beteiligen. Foto: Iris von Crailsheim

Gleich zwei Satzungen hat der Stadtrat Dettelbach in seiner Sitzung am Montag auf den Weg gebracht. Zum einen geht es um Aufgaben und Benutzung des Stadtarchivs, zum zweiten um die öffentlichen Wasserversorgungseinrichtungen.

Das Archiv, so Bürgermeisterin Christine Konrad, lagere derzeit auf dem Dachboden. "Dort kann es nicht bleiben", betonte sie. Es müsse neuer Raum geschaffen werden. Zudem habe man mit Julia Halbleib nun eine Fachkraft für den Bereich Archiv und Registratur. Bisher hat die Stadt keine Richtlinien hinsichtlich der Aufgaben des Archivs. Mit der neuen Satzung wird in 16 Paragraphen vor allem das Verhältnis zwischen dem Archiv und den Benutzern geregelt.

Stadt würde sich an Tierheimkosten beteiligen

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die Satzungen der Stadt auf den aktuellen Stand zu bringen, betonte leitender Beamter Rigobert Pfister. Deshalb hat er sich nun die Wasserabgabesatzung (WAS) vorgenommen. Die letzte Fassung stammt aus dem Jahr 2001. Grundlage für die Neufassung ist eine Mustersatzung des Bayerischen Staatsministeriums. Die überarbeitete Dettelbacher Satzung sei nun nicht nur "rechtlich abgesichert", sondern auch "ganz aktuell", so Pfister.

Das Tierheim in Kitzingen soll neu gebaut werden. Dazu hatte der Kreistag im April dieses Jahres 300 000 Euro in Aussicht gestellt und auch die Stadt Dettelbach will sich an der Finanzierung beteiligen. Der Stadtrat beschloss mit 19:2 Stimmen, die Tilgungs- und Zinslast für ein 20-jähriges Darlehen in Höhe von maximal einem Euro pro Jahr und Einwohner zu übernehmen. Zudem beteiligt sich die Stadt zusätzlich mit 70 Cent je Einwohner und Jahr an den Betriebskosten. Konrad: "Der Vorschlag funktioniert nur, wenn alle mitmachen". Deshalb ist die "Solidarität aller Kommunen des Landkreises" Voraussetzung für den Beschluss.

Prämie statt "Stufenaufstieg" fürs Personal

Keinen "leistungsbezogenen Stufenaufstieg" wird es für die Bediensteten der Stadt Dettelbach geben. Der Personalrat hatte sich bereits im Vorfeld dagegen ausgesprochen. Dem folgte der Stadtrat mit 19:2 Stimmen. Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass es bereits eine Leistungsprämie für die Arbeiter und Angestellten der Stadt gebe. Der Stufenaufstieg biete, so Ralph Peckmann (FW), "viel Potential für Ungerechtigkeit" und könne demotivierend wirken.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren