Er ist der am besten ausgestattete Spielplatz in der gesamten Großgemeinde Prichsenstadt: der öffentliche Spielplatz im Ortsteil Laub, direkt neben der Sportanlage der Spielvereinigung (SpVgg) Laub. Dennoch befand der Sportverein, die dort aufgestellten Geräte müsste durch eine Kletterpyramide, einen Kletterparcours und eine Seilrutsche ergänzt werden. Kostenpunkt für die Stadt: rund 28 000 Euro. Weiterhin hätte laut dem Antrag der SpVgg an den Stadtrat auch eine Sitzgelegenheit mit Sonnenschutz für die Eltern aufgestellt worden sein. Mit 16:0 lehnte der Rat diesen Antrag einstimmig ab.

Grundtenor in der Sitzung war der Fakt, dass auf diesem Spielplatz "mehr Spielgeräte stehen als auf allen anderen Spielplätzen in den Ortsteilen", so Bürgermeister René Schlehr. Auf dem Platz stehen nämlich gleich zwei Kombispielgeräte (Spielhäuser mitsamt Rutschen). Eher würde Schlehr das Geld lieber in einen Spielplatz für das Baugebiet Ziegelgärten VI investieren, in dem momentan die Erschließungsarbeiten laufen. "Der Platz der Begegnung wäre ein guter Standort für diesen Spielplatz", so Schlehr weiter.

Womit sich Bürgermeister und Rat einverstanden erklärten, war eine Sitzgelegenheit für die Eltern. Neben dem Spielplatz stehen zwar einige Sitzbänke, aber die gehören der SpVgg, weshalb der Rat sie nicht so ohne weiteres als Sitzgelegenheit für den städtischen Spielplatz hernehmen könne. "Eine zusätzliche Sitzbank aufzustellen ist für den Bauhof kein Problem", sagte der Bürgermeister, "aber noch mehr Spielgeräte brauchen wir dort wirklich nicht." Es würden auch Stangen am Spielplatz stehen, damit im Sommer ein großes Sonnensegel gespannt werden könne, um die Kinder und die Eltern vor allzu starkem Sonnenlicht zu schützen. Auch der zweite Bürgermeister Alfons Saugel stand dem Antrag der SpVgg skeptisch gegenüber. "Der Spielplatz ist sehr gut ausgestattet, wir sollten den Antrag ablehnen", so seine Ansicht. Dem schloss sich der Rat einstimmig an.

Öffnungszeit für Volksbegehren

Während des Eintragungszeitraumes für das Volksbegehren "Rettet die Bienen" (31. Januar bis 13. Februar), initiiert vom Landesbund für Vogelschutz, bietet die Verwaltung einige zusätzliche Öffnungszeiten des Rathauses an. Die normale Öffnungszeit ist von montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Zusätzlich bietet die Verwaltung für diejenigen, die in diesen Zeiträumen ihre Unterschrift leisten wollen, drei weitere Termine an: Mittwoch, 6. Februar, von 16 bis 20 Uhr, Samstag, 9. Februar, von 10 bis 12 Uhr (diensthabender "Unterschriftensammler": Bürgermeister René Schlehr) und Mittwoch, 13. Februar, von 16 bis 17 Uhr.

Der Landesbund hatte beim Stadtrat mehr Öffnungszeiten beantragt: montags bis freitags durchgehend von 8 bis 19 Uhr, donnerstags von 8 bis 20 Uhr sowie an allen Samstagen und Sonntagen im Eintragungszeitraum jeweils drei Stunden, sonntags nach dem Gottesdienst. Das lehnte der Rat einstimmig mit 16:0 ab, denn "solche Öffnungszeiten lassen keine Mehrbeteiligung erwarten", so der Bürgermeister. Außerdem bedeute das ein "erheblicher zusätzlicher Personalaufwand gerade an den Wochenenden, und das kann ich meinen Mitarbeitern nicht verkaufen".