VOLKACH/KOLITZHEIM

Sportlich trotz Handicap: Reha-Sportgruppe feiert 50. Geburtstag

Seit fünf Jahrzehnten ist die Reha-Sportgruppe ein Begriff an der Mainschleife. Am 31. Mai feiert die Truppe um Gerhard Stark runden Geburtstag.
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Fit im Sitzen: Zum Angebot der Reha-Sportgruppe Volkach/Kolitzheim gehört Sitzball. Außerdem treffen sich die Aktiven in der Sporthalle bei der Gymnastik sowie im Schwimmbad zur Wassergymnastik. Foto: Foto: RENATE REICHL

Seit fünf Jahrzehnten ist die Reha-Sportgruppe ein Begriff an der Mainschleife. Am 31. Mai feiert die Truppe um Gerhard Stark runden Geburtstag.

Unter der Leitung des Gründungsvorsitzenden Adolf Konrad, der die sportliche Riege 21 Jahre lang betreute, ist aus einem lockeren Treff von VdK-Mitgliedern diese Gruppe hervorgegangen. Neben Versammlungen, Ausflügen und Festen stehen sportliche Zusammenkünfte im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Spaß haben die Mitglieder vor allem am wöchentlichen Training bei Gymnastik, Schwimmen und Sitzball unter Anleitung von qualifizierten Übungsleitern. Auch an Turnieren nehmen jedes Mal Mitglieder der Volkacher Sportgruppe teil. Zu den Erfolgen zählten die Meisterehren in der Landesliga 2009 bis 2013 und die unterfränkischen Meisterehren 2008 und 2009.

Aus der Taufe gehoben wurde die Reha-Sportgruppe als Versehrtensportgruppe am 21. März 1964 mit 16 Mitgliedern. Vorsitzender wurde Adolf Konrad, der das Amt bis 1985 ausübte. Neben Kriegsversehrten wurden auch Zivil- und Unfallgeschädigte sowie andere interessierte Mitbürger aufgenommen. Inzwischen beherbergt die Gruppe 108 Mitglieder, die vorwiegend aus Volkach und Kolitzheim, aber auch aus elf weiteren Orten der Umgebung stammen. Die Versehrten-Sportgruppe hat sich 1977 in Reha-Sportgruppe umbenannt.

Einmal in der Woche trifft man sich bei der Gymnastik sowie beim Sitzball für Männer. Am Donnerstag steht Schwimmen auf der Tagesordnung. Früher gab es zusätzlich Fußballtennis und Prellball. Neben den sportlichen Betätigungen wird auch das gesellschaftliche Miteinander gepflegt, auf Ausflügen oder mehrtägigen Fahrten oder an den Bezirkwandertagen.

Heute erinnern sich die Gründungsmitglieder an die schwierigen Anfänge zurück, als es noch nicht leicht war, Behinderte im öffentlichen Leben, besonders im Sport, zu integrieren.

Auf alle Fälle schaut der Vorsitzende Gerhard Stark, der die Truppe 2006 unter seine Fittiche nahm, zuversichtlich in die Zukunft. Er hofft, dass noch viele Menschen diese Institution als Sprungbrett für ein neues Lebensgefühl entdecken.
 

  • Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Renate Reichl.

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