KITZINGEN

Sporthalle: Neubau oder Sanierung?

Weil das undichte Dach dem Regen nur noch schwachen Widerstand leistet, ist die Kitzinger Deusterhalle seit etlichen Monaten für den Schulsport gesperrt. Über die Zukunft des durch die Feuchtigkeit inzwischen kräftig angenagten Gebäudes, das entweder saniert oder abgerissen und neu gebaut wird, diskutiert der Finanzausschuss des Stadtrats am Donnerstag (25. Oktober) ab 18 Uhr. Die Entscheidung trifft der Stadtrat am 8. November.
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Sanierung oder Neubau: Die marode Deusterhalle in Kitzingen ist ein baulicher Problemfall, nachdem inzwischen Regen durchs Dach dringt. Die Kosten für eine Lösung liegen zwischen 1,9 (Sanierung) und gut fünf Millionen Euro (Neubau mit Extras). Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Weil das undichte Dach dem Regen nur noch schwachen Widerstand leistet, ist die Kitzinger Deusterhalle seit etlichen Monaten für den Schulsport gesperrt. Über die Zukunft des durch die Feuchtigkeit inzwischen kräftig angenagten Gebäudes, das entweder saniert oder abgerissen und neu gebaut wird, diskutiert der Finanzausschuss des Stadtrats am Donnerstag (25. Oktober) ab 18 Uhr. Die Entscheidung trifft der Stadtrat am 8. November.

Die Nutzer der maroden Halle, die D. Paul-Eber-Schule und die St-Hedwig-Schule, haben längst ein Ausweichquartier gefunden. Der Schulsport findet inzwischen im Innopark statt – in der Turnhalle der einstigen Larson-Barracks.

Billigste Lösung: Sanierung

Noch einer Lösung harrt dagegen die Deusterhalle. Drei Hauptvarianten stehen zur Diskussion mit Kosten zwischen 1,9 und gut fünf Millionen Euro. Die billigste Lösung laut Beschlussvorlage ist die Generalsanierung. Geschätzte 1,9 Millionen Euro wären dafür fällig. Runde 4,2 Millionen Euro teuer wäre der Abbruch des alten Gebäudes und der Neubau einer Zwei-Feld-Sporthalle am bisherigen Standort.

Alternative drei könnte die Frage beenden, was denn auf Kitzingens teuerstem Bauplatz passiert: Im sogenannten Deusterpark am Kreisel Richtung Mainstockheim könnte ebenso eine neue Halle mit zwei Feldern entstehen, die auch als Mehrzweckhalle genutzt werden würde. Der Preis inklusive Parkplätzen und Freisportfläche: rund 5,2 Millionen Euro. Nicht in der Rechnung wären die Keller, laut Bauamt der „unsichere Untergrund“, und Mehrkosten wegen des Gefälles auf der seit langem verwaisten Fläche.

Die weiteren Themen:

• Wer darf die Räume im Kitzinger Bürgerzentrum (Schrannenstraße 35) künftig nutzen? Wenn der Stadtrat mitspielt, sollen das grundsätzlich alle Vereine, Organisationen, Verbände oder Behörden sein, „die ein Angebot für Menschen in Kitzingen machen.“ Bislang waren die Gruppen ausgeschlossen, die zwar den Interessen der Menschen dienen, aber eine Lobby haben – wie Gruppierungen von Caritas, Diakonie oder Initiativen des Landratsamts.

• Diskutiert wird der Vorschlag, dass die Musikschule Kitzingen direkt an den Grundschulen spezielle Unterrichtsangebote für Mittagsbetreuung und Ganztagsklassen durchführt.

• Die Reparaturen an dem rechten Teil der prunkvollen Treppe zum Luitpoldbau, die bei einem Unfall im November 2011 beschädigt wurde, liegt in den letzten Zügen. Nun soll nach den Plänen der Stadt auch der linke Teil, der teilweise Schäden zeigt, ebenfalls erneuert werden – und auch das Brunnenbecken in diesem Zuge neu gebaut werden. Kostenpunkt laut Stadt: 59 000 Euro.

• Auftragsvergabe für energetische Sanierung und Bestandsschutz der Mittelschule Siedlung.

• Auftragsvergabe für neue Schlammumwälzpumpen für das Klärwerk.

• Vergabe der Reinigungsarbeiten für die öffentlichen WC-Anlagen.

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