Dettelbach

Spontaner Beifall für den Rathaus-Aufzug

Spontaner Beifall im Stadtrat Dettelbach: Nach langem Tauziehen scheint nun der Weg frei zu sein für einen Aufzug am historischen Rathaus Dettelbach. Bürgermeisterin Christine Konrad gab in der Sitzung bekannt, dass bei einem Ortstermin mit dem Landratsamt Kitzingen und dem Landesamt für Denkmalschutz eine Einigung hinsichtlich des Aufzugs erzielt werden konnte. Er soll nun außen hinter dem Gebäude in nordöstlicher Richtung gemeinsam mit einem Treppenaufgang entstehen. Die Verwaltung soll in Abstimmung mit den anderen Behörden erste Planungsvorschläge erarbeiten.
Artikel drucken Artikel einbetten

Spontaner Beifall im Stadtrat Dettelbach: Nach langem Tauziehen scheint nun der Weg frei zu sein für einen Aufzug am historischen Rathaus Dettelbach. Bürgermeisterin Christine Konrad gab in der Sitzung bekannt, dass bei einem Ortstermin mit dem Landratsamt Kitzingen und dem Landesamt für Denkmalschutz eine Einigung hinsichtlich des Aufzugs erzielt werden konnte. Er soll nun außen  hinter dem Gebäude in nordöstlicher Richtung gemeinsam mit einem Treppenaufgang entstehen. Die Verwaltung soll in Abstimmung mit den anderen Behörden erste Planungsvorschläge erarbeiten.

Auf der Zielgeraden befindet sich das kommunale Förderprogramm für die Altstadt Dettelbach. Damit sollen künftig private Fassadengestaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen unterstützt werden. Und dafür greifen die Dettelbacher Stadträte tief in die Tasche. So wurde beschlossen, Architekten- oder Ingenieurleistungen mit 16 Prozent der reinen Baukosten anzuerkennen, was die oberste mögliche Fördergrenze darstellt. Ebenfalls weit nach oben ging es bei der maximalen Förderung. Der Höchstbetrag wurde auf 30 000 Euro festgelegt, was eine deutliche Steigerung gegenüber der bisherigen Regelung darstellt. Endgültig verabschiedet werden soll das komplette Paket in der nächsten Sitzung des Stadtrats.

"Dringenden Sanierungsbedarf" sieht Konrad bei der Kläranlage Dettelbach. Konkret geht es um die Rechenfang-Sandanlage aus dem Jahr 1977, bei der immer wieder Störungen auftreten. "Die Anlage ist nicht mehr wirtschaftlich und sie entsorgt zu viel Wasser", erklärte Martin Prühl, Betriebsleiter der Kläranlage. Zudem gibt es erhebliche Schäden durch Rost an der Räumerbrücke und an der Bewehrung. Der Stadtrat beschloss deshalb einstimmig, einen Planungsauftrag für die Sanierung oder Erneuerung der Rechenfang-Sandanlage an das Ingenieurbüro Hossfeld und Fischer zu vergeben. Die Alternativen sollen bis Oktober 2019 auf dem Tisch liegen.

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, Klärschlamm künftig im Müllheizkraftwerk Würzburg (MHKW) verbrennen zu lassen. Eine Probeverbrennung verlief erfolgreich, die Kosten belaufen sich laut Prühl auf 80 Euro pro Tonne. Zusammen mit den Transportkosten rechnet der Betriebsleiter mit rund 20 000 Euro Kosten für die rund 210 Tonnen Klärschlamm im Jahr. Durch die Entsorgung über das MHKW und die verminderte Klärschlammenge wird mit einer Kostenreduzierung von 60 bis 70 Prozent gerechnet.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.