Die Ehrung zweier verdienter Floriansjünger stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Feuerwehr in Mönchsondheim. Sebastian Frieß und Gerhard Heubach wurden von Landrat Paul Streng und Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm namens des Freistaates Bayern für 40-jährige treue Dienste geehrt. Beide erhielten das Ehrenzeichen und einen einwöchigen Erholungsaufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmein.

Kommandant Karl Volland berichtete, dass die Wehr insgesamt 15 Übungen absolvierte, die Beteiligung der Feuerwehrleute aber oft Wünsche offen ließe. Im Berichtsjahr war ein einziger Einsatz zu bewältigen, nachdem ein Fahrzeug am Nenzenheimer Berg im Graben gelandet war und auslaufendes Öl zu binden und dessen Abfließen in Quellwasser zu verhindern war.

Sieben Mädchen in der Jugendgruppe

Volland bezifferte die Einsatzstärke mit derzeit 48 Feuerwehrdienstleistenden, nachdem er die drei Jugendlichen Luisa Brügel, Sebastian Frieß und Korbinian Mohr per Handschlag in die Wehr aufgenommen hatte.

Mit ihnen zählt die Jugendgruppe zwölf Personen, darunter sieben Mädchen. Sie beteiligte sich am 24-Stunden-Schwimmen in Iphofen, die neun Teilnehmer legten dabei 22 800 Meter zurück. Das Jugendzeltlager in Hörblach besuchten acht Jugendliche.

Der Kommandant kündigte die Teilnahme am Schwimmen in Volkach (22./23. Februar ) ebenso an wie die Teilnahme am Zeltlager (1. bis 4. August). Vorgesehen ist auch der Besuch der Veranstaltung "Spiel ohne Grenzen" am 8. Juni in Kitzingen.

Umbruch steht an

Volland kündigte weiter an, sein Amt als Kreisbrandmeister nach 360 Monaten im Amt bei der Frühjahrsdienstversammlung niederzulegen. Gleichzeitig beginne nach 24 Jahren sein letztes Jahr als Kommandant der Mönchsondheimer Wehr.

In seinem Rechenschaftsbericht als Vorsitzender berichtete Gerhard Heubach, dass die übliche Betriebsbesichtigung 2018 ausfallen musste und für 2019 noch keine geplant sei. Anlässlich der Mai-Wanderung wurde der zweite Teil des Gemarkungsrundganges abgeschlossen. Derzeit zählt der Verein 48 aktive und acht passive Mitglieder sowie 14 Ehrenmitglieder. Die Mai-Wanderung soll ins Rügerrieth führen. Kassier Johannes Gegner berichtete von einem leichten Minus im Kassenbestand.

In seiner Laudatio für die beiden Geehrten würdigte Paul Streng die gute Atmosphäre in Mönchsondheim, hier sei die Feuerwehrwelt noch in Ordnung. 48 von 177 Einwohnern in der Feuerwehr (gut 27 Prozent) sei wohl in keinem Dorf zu übertreffen und daher absolute Spitze.

Durchschnittsalter von 35 Jahren

Seit die Gemeinde 1972 bekanntester Stadtteil von Iphofen wurde, gehe es bergauf. Mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren gebe es in Mönchsondheim die zukunftsträchtigste Wehr, die er kenne. An die Geehrten gewandt bewunderte Streng eine 40-jährige Einsatzbereitschaft mit 24 Stunden täglich.

Bürgermeister Josef Mend nannte die Feuerwehr als Paradebeispiel für gelebtes Ehrenamt. Als Bürgermeister sei er glücklich und zufrieden über das große Interesse der Jugend. Dies sei der erfolgreichen Jugendarbeit geschuldet sowie der Zusammenarbeit mit der Stützpunktfeuerwehr Iphofen. Volland habe sein Fachwissen und Können in alle Feuerwehren der Region eingebracht und sich selbst unter Verzicht auf Freizeit zugunsten der Gemeinschaft eingesetzt. Er sei eben Feuerwehrmann mit Leib und Seele.

Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm gratulierte namens der Kreisfeuerwehrführung zu erfolgreicher Jugendarbeit. Charly Volland sei das Aushängeschild der Feuerwehr über seinen Zuständigkeitsbereich hinaus. Bis auf die Folgen des Sturmes Fabienne habe es im Landkreis trotz großer Trockenheit keine Großeinsätze wie Waldbrände gegeben.