Segnitz

Sperrung: Verkehrslage in Segnitz bleibt weiter angespannt

Bauarbeiten prägen weiterhin das Segnitzer Ortsbild – und die Themen des Gemeinderats. Probleme gibt's bei den Außenanlagen des Gemeindehauses.
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Bei einem Flug über den Landkreis Kitzingen nahm Richard Scharnagel den Main bei Segnitz und Marktbreit auf. Foto: Richard Scharnagel

Rund vierzig Minuten dauerte der öffentliche Teil der Sitzung des Segnitzer Gemeinderates am Montagabend. Schwerpunktmäßig standen die Themen Neubau des Dorfgemeinschaftshauses sowie die Sanierung der Ortsdurchfahrt auf der Tagesordnung.

Bereits seit März 2018 wird in Segnitz an einem Gemeindezentrum mit Bürgersaal, Vereinsräumen, Bauhof, Museum, Bücherei, Jugendraum, Mehrzweckraum und einem Dorfplatz gewerkelt. Die Bauarbeiten am Gebäude sind weit fortgeschritten, nun müssen die Außenanalagen hergerichtet werden. Dort sollen unter anderem eine Bushaltestelle sowie weitere Parkmöglichkeiten entstehen.

Angebote der Firmen waren zu teuer

Der Baubeginn ist für September dieses Jahres geplant. Doch noch ist aus kostentechnischen Gründen kein zufriedenstellendes Angebot einer Firma eingegangen, wie Bürgermeisterin Marlene Bauer im Gemeinderat feststellte. Optional soll deshalb auch geprüft werden, welche Arbeitsschritte von Segnitzer Bürgern in Eigenleistung erbracht werden könnten, um Kosten zu sparen.

Einen deutlichen Schritt weiter ist man derweil, was die Vergabe der Schlosserarbeiten am Gemeindehaus angeht. Hier stimmte der Rat einer Vergabe an die Firma Gerlach Metall GmbH aus Kitzingen im Gesamtvolumen von rund 54 600 Euro zu.

Probleme gab es mit dem Bodenbelag in der Bücherei. Dieser hatte Blasen geworfen, war beschädigt und soll deshalb neu verlegt werden. Künftig dürfen sich die Besucher auf Venylbelag bewegen. Der Gemeinderat gab sein Okay für ein entsprechendes Angebot der Firma Bembé-Parkett GmbH aus Würzburg zum Preis von 52 Euro brutto pro Quadratmeter.

Weiterhin beschäftigt die Segnitzer indes die Sperrung der Ortsdurchfahrt aufgrund von Sanierungsarbeiten. Bis Anfang August sollen nun die Tiefbauarbeiten in der Rathausstraße abgeschlossen sein. Eine Entspannung der Verkehrslage ist damit aber noch nicht in Sicht. Die Sperrung bleibt weiter bestehen. Ende August sollen die Bagger in der Mainstraße und bei Genehmigung der Fördermittel auch in der Brückengasse anrollen. Mit einem Abschluss der kompletten Bauarbeiten sei nach jetzigem Stand bis spätestens Februar 2020 zu rechnen, so Bauer.

Zusätzliches Gerät soll Verkehrsrowdys stoppen

Die Bürgermeisterin informierte im weiteren Sitzungsverlauf über ein Geschwindigkeitsmessgerät, das in der Sulzfelder Straße aufgestellt werden soll, um Verkehrsrowdys Einhalt zu gebieten. Wie von der Polizei gefordert, muss dort nun ein zusätzliches Seitenradar angebracht werden, das genauere Messungen ermöglichen soll. Die Miete dieses Zusatzobjekts für eine Woche kostet die Gemeinde 450 Euro. Nach der Testphase wird die Polizei die Effizienz der Messung prüfen  und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Festgezurrt sind derweil schon die Regelungen zur Busbeförderung der Segnitzer Grundschüler an den jeweiligen Schulort ab dem kommenden Schuljahr. Trug bisher der zuständige Schulverband die Kosten der Beförderung, werden diese künftig vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) übernommen. Allerdings nur dann, wenn der Schulweg des Kindes von der Grundstücksgrenze des eigenen Zuhauses bis zur Grundstücksgrenze der Schule mehr als zwei Kilometer beträgt. Wessen Schulweg kürzer ist, der hat keinen Anspruch auf den Erhalt einer kostenfreien Busfahrkarte.

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