Handwerker, Architekten, fast der gesamte Vorstand der Sparkasse Mainfranken, Mitarbeiter, Stadt- und Kreisräte darunter Oberbürgermeister Siegfried Müller und stellvertretender Landrat Robert Finster, sind am Freitag in die sanierte Filiale der Sparkasse Mainfranken in der Königsbergerstraße 13 in der Kitzinger Siedlung gekommen. Gefeiert wurde die Wiedereröffnung. Insgesamt fünf Monaten Bau- und Planungszeit sind damit beendet.

„Das Gebäude ist nicht mehr wieder zu erkennen“, stellte OB Müller, der vor seinem Wechsel ins Rathaus Amtsantritt dort Filialleiter war, anerkennend fest. Er und Finster lobten den gelungenen Umbau.

Vorstandsmitglied Hermann Hadwiger erinnerte an die 61-jährige Geschichte der Sparkassenfiliale in der Siedlung, die einst am Galgenwasen begonnen hatte. Von 1981 bis 1893 habe man eine Filiale in der Breslauer Straße betrieben. Dieses Experiment sei gescheitert, so Hadwiger. Seither befinde sich die Filiale in der Königsberger Straße.

Es wundere ihn, wenn sich Online-Banken mit ihrer Distanz zu den Kunden als „Direktbank“ bezeichnen, so der Vorstand. „Wir sind hier, direkt vor Ort. Unsere Mitarbeiter stehen für Kompetenz, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.“ Die Filiale in der Siedlung betreue rund 3500 Giro-Konten und verwalte rund 50 Millionen Euro an Vermögen und 15 Millionen Kredite – ohne die Firmenkunden.

Dass die Investition dringend nötig war, zeige sich daran, dass die Filiale die mit der schlechtesten Energiebilanz aller Filialen in Mainfranken gewesen sei. Die Investition sei ein klares Bekenntnis zum Standort Siedlung und eine Aufwertung im Sinne der Stadtentwicklung, sagte Hadwiger. Nach der Sanierung seien fast die Werte eines Null-Energiegebäudes erreicht worden. Dazu trägt eine, von außen nicht einsehbare, Photovoltaikanlage auf dem Dach bei. Außerdem ist in dem sanierten Gebäude ein Laden entstanden, für den jetzt ein Mieter gesucht wird.

Zugang rund um die Uhr

Das Gebäude hat einen barrierefreien Zugang und vier Beratungsräume, um die Diskretion bei Kundengesprächen zu wahren. „In dem neu gestalteten Schalterraum können sich Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen wohlfühlen“, so Hadwiger. Im Foyer finden Kunden unter anderem einen Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten. Dieser Selbstbedienungsbereich ist rund um die Uhr zugänglich. Hadwiger berichtete zudem, dass 90 Prozent aller Bauaufträge an Kitzinger Firmen vergeben wurden. Er dankte den am Bau beteiligten Handwerkern, dem Architekturbüro Haas & Haas, den Nachbarn für deren Verständnis, aber auch der Postbaugenossenschaft, die der Sparkasse während der Umbauphase Unterschlupf gewährt hatte.

Gottes Segen für die Beschäftigten und alle, die hier ein- und ausgehen, erbaten Pfarrer Norbert Schlinke und sein katholischer Kollege Wolfgang Bauer. Über die Baugeschichte berichtete Architekt Stephan Haas, der mit der Übergabe eines symbolischen Schüssels aus Brotteig an Filialleiter Wolfgang Friedel den offiziellen Teil der Eröffnungsfeier beendete. Bei einem Tag der offene Tür konnten sich die Siedler am Samstag ein Bild von ihrer neuen Bankfiliale machen.