MARKT HERRNSHEIM

Sozialstation in der Region fest verwurzelt

Namhafte Änderungen im Diakonieverein Markt Einersheim und Umgebung sind noch nicht spruchreif, zeichnen sich aber ab.
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Namhafte Änderungen im Diakonieverein Markt Einersheim und Umgebung sind noch nicht spruchreif, zeichnen sich aber ab. In der Mitgliederversammlung in Markt Herrnsheim berichtete der Vorsitzende Dekan Martin Ost, dass er sich zwar wieder zur Wahl stelle, im August nächsten Jahres jedoch in den Vorruhestand wechseln und Markt Einersheim verlassen werde. Der Verein ist Träger der Sozialstation in Nenzenheim. Der Geistliche beruhigte die rund 50 Mitglieder in der Marktschänke jedoch dahin gehend, dass sich Pfarrer Reinhard Kern aus Markt Nordheim bereit erklärte, dann die Verantwortung zu übernehmen, wenn der bisheriger Vize, Pfarrer i.R. Wolfgang Götschel (Rödelsee) nicht mehr kandidiert. Nach 23 Jahren kandidierte auch Kassier Fritz Blümlein (Marke Einersheim) nicht mehr, für ihn fand sich Ernst Dürr aus Ippesheim als Nachfolger. Damit präsentierte Ost eine neue Vereinsleitung, der die Mitglieder einstimmig ihr Vertrauen aussprachen. Georg Weigand und Gunter Klatt (beide Markt Einersheim), Willi Hollenbacher (Markt Herrnsheim), Wilhelm Sturm (Hüttenheim) und Elfriede Düll (Hellmitzheim) sind im Ausschuss des Vorstands.

Stationsleiterin Karola Fischer (Markt Bibart) berichtete, dass das Personal auf 20 Mitarbeiter aufgestockt wurde und sagte, dass bis zu 100 Klienten zu betreuen sein. Ab 6.30 Uhr sind die Schwestern unterwegs. „Dabei fordern uns Demenzkranke zunehmend“, sagte Fischer. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MTK) habe der Station in seinem Prüfergebnis mit Note 1,2 ein hervorragendes Qualitätszeugnis ausgestellt. Die 1994 eingeweihte Station in der Kirchenburg Nenzenheim wurde renoviert, da sich seither Mitarbeiter und Klientenzahl verdoppelten und bürokratische Anforderungen drastisch anstiegen.

Die Station sei fest in der Region verwurzelt, sagte Martin Ost. Dabei hob er die enge Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden hervor. Er schloss eine angefragte Zusammenarbeit mit dem in Kitzingen geplanten Mühlenpark aus; er könne sich allenfalls eine Darlehensbeteiligung vorstellen. Laut hat er über ein Hilfenetz in den Dörfern nachgedacht, wobei die Frage der Organisation offen sei. In keinem Falle könne sich der Verein ein eigenes Heim leisten. Beim Überangebot an Heimplätzen im Landkreis – laut stellvertretendem Landrat Wilhelm Sturm derzeit 226 Plätze – sei die Frage nicht aktuell. Nachzudenken sei aber über eine Tagespflege. Aber auch auch die könne der Verein alleine nicht stemmen. Fände sich jedoch ein Haus in Gemeindeeigentum, ließe sich vielleicht eine Lösung finden.

Außerdem stellte Diakonie-Geschäftsführer Pfarrer Jochen Keßler-Rosa (Schweinfurt) die Diakonie mit den Stationen Kitzingen, Markt Einersheim/Nenzenheim und Castell vor. Foto: GERHARD BAUER

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