KITZINGEN

Sorgen und Nöte teilen

Seine Umzugskisten sind noch nicht alle ausgepackt, aber sein Arbeitszimmer hat er schon eingerichtet: Seit Anfang September wohnt Alexander Berger als neuer Kaplan der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Pfarrhaus. Am kommenden Wochenende wird der junge Priester beim Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes offiziell eingeführt.
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Musik ist eines seiner Hobbies: Seit Anfang September ist Alexander Berger Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft „St. Hedwig im Kitzinger Land“. Der großen Orgel in der Stadtpfarrkirche St. Johannes wird er in den nächsten drei Jahren noch oft lauschen können. Foto: Foto: W. Ludwig

Seine Umzugskisten sind noch nicht alle ausgepackt, aber sein Arbeitszimmer hat er schon eingerichtet: Seit Anfang September wohnt Alexander Berger als neuer Kaplan der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Pfarrhaus. Am kommenden Wochenende wird der junge Priester beim Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes offiziell eingeführt.

Geboren und aufgewachsen ist der 29-Jährige in Aschaffenburg. In Würzburg und Wien hat er Theologie studiert, anschließend absolvierte er in der Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius am Spessart in Marktheidenfeld sein Diakonatspraktikum. Drei Jahre lang wird er nun in der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig seine ersten Erfahrungen als Priester sammeln und in der Seelsorge mitwirken.

Durch Regens Herbert Baumann, der lange Jahre Kitzinger Stadtpfarrer war, hat der junge Seelsorger schon im Priesterseminar einiges über sein neues Wirkungsfeld erfahren. „Er hat viel von seiner ehemaligen Pfarrei erzählt“, berichtet der neue Kaplan. Den jetzigen Stadtpfarrer Manfred Bauer kennt er aus seiner Heimatpfarrei, wo dieser vor zehn Jahren das Diakonatspraktikum absolvierte. Den Mitgliedern der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig ist der Aschaffenburger ebenfalls nicht unbekannt: Im Mai konnten sie ihn erstmals im Dekanatszentrum erleben, wo er zur Primiz seines Freundes und Priesterkollegen Johannes Werst ein kleines Ständchen sang.

In den kommenden drei Jahren möchte Alexander Berger vor allem für die Menschen vor Ort da sein. „Ich möchte mit ihnen leben, ihre Freuden und Sorgen teilen und diese gemeinsam mit ihnen vor Gott bringen“, sagt er. Sein Wunsch ist es, „dass wir hier zusammen Kirche sind“. Einer seiner Schwerpunkte wird dabei die Jugendarbeit in der Pfarrei sein. Als aktives Pfarrjugendmitglied hat er selbst erlebt, „wie viel Freude es macht, gemeinsam mit anderen den Glauben zu leben“. Diese „Glaubensfreude“ möchte er an andere Menschen weitergeben.

„Lebenslust“ und „Glaubensfreude“ – das gehört für den jungen Seelsorger zusammen. „Mich interessiert vieles“, meint Berger. Er liebt die Musik, spielt Gitarre und hat schon in mehreren Chören gesungen. Außerdem liest er „unglaublich gern“. Fußball spielt er zwar nicht, dafür schaut er „leidenschaftlich gern zu“. Generell ist dem 29-Jährigen der Kontakt zu anderen wichtig, für ein Gespräch ist er immer offen. „Es wäre schön, wenn ich hier aufgenommen und angenommen werde“, hofft er. „Denn ich möchte mit den Menschen hier leben.“

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