IPHOFEN

Sonderausstellung: Die Welt zu Gast in Iphofen

Mit seinem Satz, „Die Welt ist zu Gast in Iphofen“, adelte Professor Alexander Koch, Präsident der Stiftung Deutsches Historische Museum Berlin, das Iphöfer Knauf-Museum, das die Sonderausstellung „Rund um die Welt“ für vier Monate zu Gast hat.
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Passend zum weltweiten Tourismus: An dem Globus besprechen Professor Alexander Koch (links) und Museumsleiter Markus Mergenthaler (rechts) mit Medienvertretern den globalen Bereich der Sonderausstellung „Rund um die Welt“ im Iphöfer Knauf-Museum. Foto: Foto: Hartmut Hess

Mit seinem Satz, „Die Welt ist zu Gast in Iphofen“, adelte Professor Alexander Koch, Präsident der Stiftung Deutsches Historische Museum Berlin, das Iphöfer Knauf-Museum, das die Sonderausstellung „Rund um die Welt“ für vier Monate zu Gast hat.

Wie Koch aufzeigte, ist die Ausstellung seines Hauptstadt-Museums jetzt erstmals außerhalb Berlins zu sehen und wandert danach nach Luxemburg weiter, wenn dort Bundespräsident Joachim Gauck zu einem Staatsbesuch kommt.

Koch lobte bei der Ausstellungseröffnung Museumsleiter Markus Mergenthaler: Hier am Fuße des Schwanbergs werde dem Betrachter durch die farblichen Konzeptionen und Kontraste auf drei Stockwerken ein Augenschmaus geboten. Die Berliner haben mit 75 000 Plakaten die größte Sammlung in Deutschland, wovon rund 100 Plakate, Fotografien und Reisepapiere in der Ausstellung auf insgesamt 360 Quadratmetern gezeigt werden.

Die Exponate spiegeln deutsche Geschichte wider und verdeutlichen die Keimzellen des späteren Massentourismus in der Zeit um das Jahr 1930. Aus dieser Epoche stammt ein Plakat der Reederei Norddeutscher Lloyd Bremen mit einem Ozeandampfer. Im Erdgeschoss reicht der Spannungsbogen von Iphofen über Würzburg durch die Bundesrepublik, während die Ausstellung eine Etage höher auf den Kontinent überschwappt.

Die Emotionen treffen

Ob mit Plakaten über London, Paris oder die Akropolis, die Bilder und Motive lassen Erinnerungen wach werden und verleiten den Betrachter, in Urlaubsträumen zu schwelgen. Vor Jahrzehnten hatten die Auftraggeber wie Reedereien, Tourismusverbände oder Staaten namhafte Grafiker beauftragt, um die Plakate zu kreieren, die die Menschen emotional berührten.

„Diese Ausstellung zeigt das Reisen als komplexen Teil unserer Kulturgeschichte“, meinte Alexander Koch. Der Experte machte deutlich, wie die Ausstellung die Entwicklung vom zarten Pflänzchen Urlaubsreisen für Betuchte bis zum heutigen Massentourismus veranschaulicht.

„Wir sind stolz, diese Ausstellung bei uns zeigen zu dürfen“, erklärte Markus Mergenthaler. Die Exponate sollen die Besucher zu Gesprächen über Reisen und Urlaubsträume anregen. „Hier wird auch die einstige Italien-Sehnsucht der Deutschen thematisiert“, sagte Koch und zeigte auf ein Plakat aus Bella Italia. Authentisch passt dazu ein Vespa-Roller auf der Europa-Etage der Ausstellung und des Deutschen liebstes Kind, das Automobil ist in der nationalen Ausstellungsebene mit einem Goggomobil vertreten.

„Rund um die Welt“

Ausstellungszeit: Die Sonderausstellung „Rund um die Welt“ ist ab sofort bis zum 29. Juni im Iphöfer Knauf-Museum am Marktplatz zu sehen.

Öffnung: Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 17 Uhr.

Begleitband: Zur Ausstellung ist ein Begleitband mit 112 Seiten vom Deutschen Historischen Museum in Berlin erschienen, das Begleitbuch ist an der Museumskasse zu haben.

Informationen: Weitere Infos zu der Sonderausstellung gibt es auf der Internetseite www.knauf-museum.de.

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