Ein Kastanienbaum, der das Ortsbild prägt, stand im Fokus der Bürgerversammlung in Rehweiler. Wie Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel ausführte, stört der Baum, der am Ortseingang direkt im Anschluss an das Gasthaus Zehnder seinen Platz hat, vor allem das Straßenbauamt. Die Bürger finden ihn nicht störend. „Das ist fast schon ein Wahrzeichen von Rehweiler“, sagte zum Beispiel Ortsbewohner Siegfried Sauerbrey.

Er wusste, dass die mächtige Kastanie 1915 zusammen mit zwei weiteren an der Stelle gepflanzt wurde. „So schön, wie sie ist, sie macht auch ganz schön viel Sauerei“, meinte Rudolf Zehnder als Anwohner. Das ist es aber nicht, was dem Straßenbauamt missfällt. Der Baum, der auf Landkreisgrund steht, reiche sehr weit, fast schon zu weit, in die Straße. Der Landkreis habe das schon mehrfach moniert und werde wohl keine Ruhe geben, mutmaßte der Bürgermeister.

Entfernen, und eine neue, andere und kleinere Baumart dafür an gleicher Stelle pflanzen, schlug er vor. Das Fällen hielt nicht nur Siegfried Sauerbrey für „einen großen Verlust für das Ortsbild.“ Kräftig ausschneiden, dann reiche es wieder für die nächsten Jahre, riet er stattdessen. Die Gemeinde will zunächst einmal abwarten.

Auf einen weiteren Baum, der im Friedhof steht, wies Christian Wittmann hin. Er sei wohl schadhaft und neige sich immer mehr in Richtung des Leichenhauses. Nach kurzer Diskussion stimmten die Bürger zu, den Baum zu fällen. Petra Schorr schlug in dem Zusammenhang vor, den gesamten Platz vor der Halle im Friedhof besser zu gestalten.

Zum Thema Wasserleitung berichtete Bürgermeister Nickel, dass Rehweiler als einer der nächsten Gemeindeteile mit der Sanierung an der Reihe sei. Immer wieder müsse der Bauhof dort Rohrbrüche flicken. Auch die Kanäle seien zum Teil marode und müssten ausgetauscht werden. Gut und gerne rund 2,5 Millionen Euro dürften insgesamt fällig sein, schätzte das Ortsoberhaupt. Im gleichen Zug wurde angesprochen, dass auch einige Straßen, die durch den Ort führen, in keinem sonderlich guten Zustand seien.

Daniel Dehn sprach in der Versammlung an, ob der Platz am Feuerwehrhaus aufgewertet werden könne. Hier wies Bürgermeister Nickel auf ein Förderprogramm hin, das demnächst für solche Projekte anläuft. In dieses will die Gemeinde den Platz mit vorsehen. Zum Thema Breitband gefragt, antwortete Nickel, dass die Chancen günstig stehen, was den Ausbau des gesamten Gemeindegebiets betrifft.

Außerdem hakte Dehn nach, wie der Stand zum einst angedachten Baugebiet für Rehweiler sei. Hier sei man nach wie vor am Ball, versicherte Bürgermeister Nickel. Weiter wollte Siegfried Sauerbrey wissen, was die Gemeinde unternehme, wenn der verbliebene Allgemeinmediziner in Geiselwind eines Tages in Ruhestand gehe. Das Ortsoberhaupt sagte dazu, dass die Gemeinde sich bereits wegen eines künftigen Arztsitzes angemeldet habe.