WÜRZBURG/KITZINGEN

Solidarisch für Rechte der Arbeiter

„Heute ist der Tag, 'Danke' zu sagen.“ Knapp 100 Gewerkschaftler aus Raum Kitzingen zeichnete die IG Metall Würzburg bei ihrer Jubilarehrung für ihre Verdienste aus. Insgesamt 423 Jubilare ehrte die Gewerkschaft für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Treue, 98 von ihnen kommen aus Raum Kitzingen.
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Treue Gewerkschaftsmitglieder: Gemeinsam mit Frank Firsching und dem 2. Bevollmächtigten Werner Flierl ehrte Walther Mann die langjährigen Mitglieder (im Bild die Jubilare aus dem Raum Kitzingen). Foto: Foto: GIDEON ZORYIKU

„Heute ist der Tag, 'Danke' zu sagen.“ Knapp 100 Gewerkschaftler aus Raum Kitzingen zeichnete die IG Metall Würzburg bei ihrer Jubilarehrung für ihre Verdienste aus. Insgesamt 423 Jubilare ehrte die Gewerkschaft für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Treue, 98 von ihnen kommen aus Raum Kitzingen.

Dass die Gewerkschaftsbewegung auf sicherem Grund stehe, verdanke man den treuen und langjährigen Mitgliedern, betonte 1. Bevollmächtigter Walther Mann. Demnach haben starke Gewerkschaften den ungezügelten Industriekapitalismus gezähmt und humanisiert. Gewerkschaftler hätten nie zu den hoffnungslosen gehört. „Unseren Optimismus schöpfen wir aus dem Vertrauen in die Richtigkeit unserer Sache – und aus der Kraft der Solidarität.“ Den Gewerkschaften sei niemals etwas geschenkt worden – im Gegenteil. Alle ihre Abschlüsse müssten sie hart erkämpfen.

Dank an Jubilare

Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) der Region Würzburg-Schweinfurt, Frank Firsching, dankte den Jubilaren für ihre Treue und Solidarität. Ohne die Gewerkschaften wäre die Arbeitnehmerschaft ein ganzes Stück ärmer. In diesem Zusammenhang kritisierte Firsching scharf die „Trittbrettfahrer“ in den Betrieben, die auf die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften verzichteten, aber gern die ausgehandelten Lohnerhöhungen mitnähmen.

Im Blick auf die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin sagte der DGB-Mann, die Gewerkschaften müssten darauf achten, dass die Bundesregierung Politik für die Arbeitnehmer mache. Einem „Weiter so“ mit Lohndumping erteilte er eine klare Absage. „Es kann nicht sein, dass Menschen zu Hungerlöhnen beschäftigt werden, um die Profite der Arbeitgeber zu steigern. “ Firsching appellierte an die Gewerkschaftler, mehr Druck auf die Politik im Kampf gegen die Altersarmut zu machen, „damit das Thema endlich angegangen wird“.

Gemeinsam mit Firsching und dem 2. Bevollmächtigten Werner Flierl ehrte Walther Mann die langjährigen Mitglieder aus dem Raum Kitzingen. Geehrt wurden für 60 Jahre Georg Bauer (Kitzingen), Adolf Henke (Kitzingen), Kurt Herrmann (Kitzingen), Jakob Hofmann (Kitzingen), Horst Stinzing (Kitzingen), Bernhard Trinklein (Kitzingen); für 50 Jahre Bruno Kaiser (Kitzingen), Norbert Schröder (Großlangheim), Martin Röttinger (Rödelsee) und für 40 Jahre Herbert Emmerich (Kitzingen), Norbert Klauer (Kitzingen), Dieter Darlapp (Albertshofen), Ralf Oppel (Albertshofen), Christian Wagner (Buchbrunn), Alfred Adam (Marktbreit), Slavko Bobinac (Marktbreit) und Peter Mengler (Markt Einersheim).

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