VOLKACH

Soldaten spüren großen Rückhalt

„Viel mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn ich gedenke in ihr zu leben.“ Mit dem Zitat von Albert Einstein wünschte sich Oberstleutnant Roland Bögel in diesem Jahr ein gutes Miteinander, wie er es bereits in den zurückliegenden Jahren erlebt hat.
Artikel drucken Artikel einbetten
„Grüß Gott“ bei den Soldaten: Beim Neujahrsempfang in der Volkacher Mainfrankenkaserne hießen Bataillonskommandeur Roland Bögel (Mitte) und Oberstleutnant Stefan Ley (links) viele Gäste willkommen, darunter die Weinprinzessinnen Madeleine Herbig (Frankenwinheim), Selina Laskowitz (Volkach), Lena Kram (Sommerach) und Volkachs Bürgermeister Peter Kornell (rechts). Foto: Foto: Peter Pfannes

„Viel mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn ich gedenke in ihr zu leben.“ Mit dem Zitat von Albert Einstein wünschte sich Oberstleutnant Roland Bögel in diesem Jahr ein gutes Miteinander, wie er es bereits in den zurückliegenden Jahren erlebt hat.

Beim Neujahrsempfang in der Mainfrankenkaserne am Dienstag sagte der Bataillonskommandeur stellvertretend für die Soldaten Dank. „Wir fühlen uns unwahrscheinlich wohl am Standort Volkach und in der Region, sind gut integriert und spüren einen großen Rückhalt aus der Bevölkerung.“ Über hundert prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft waren zu dem Treffen in die Volkacher Kaserne gekommen.

Die Auslandseinsätze standen im vergangenen Jahr im Auftragsbuch der Einsatzkräfte an erster Stelle, so Bögel. 231 Soldaten aus der Mainfrankenkaserne waren in nahezu allen Einsatzgebieten der Bundeswehr vertreten. Mehrere deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben verloren. „Die Einheiten am Standort Volkach blieben Gott sei Dank verschont“, so Bögel.

Den Familien, Angehörigen und Freunden der Getöteten sprach der Kommandeur sein Mitgefühl aus. Zurzeit befinden sich 60 Kameraden aus Volkach im Auslandseinsatz. Wegen des Rückbaus des Afghanistan-Einsatzes sind die logistischen Kräfte 2014 insbesondere beim Umverteilen von ISAF-Material (International Security Assistance Force) aus dem türkischen Schwarzmeerhafen Trabzon gefordert.

Neben den Einsätzen war die Öffentlichkeitsarbeit ein Schwerpunkt in der Kaserne. Bei Girls Day und Truppenpraktika gab die Bundeswehr jungen Leuten Einblick in ihre Arbeit. Bögels Fazit zum Nachwuchs: „Das manchmal zu hörende Lamento über eine desinteressierte Jugend können wir so nicht bestätigen.“ Man habe äußerst interessierte und neugierige junge Menschen kennengelernt. Wegen des Hochwassereinsatzes an der Elbe musste der Tag der offenen Tür in der Kaserne ausfallen. 400 Soldaten waren unter der Leitung von Oberstleutnant Stefan Ley im Einsatz, ausgestattet mit 120 Fahrzeugen und Gerät.

Bögels Blick nach vorne fiel zuversichtlich aus. Zwar wird das Instandsetzungsbataillon 466 Ende März aufgelöst, dagegen wird das Logistikbataillon 467 um eine weitere Kompanie verstärkt. Die Gesamtstärke des Bataillons beträgt dann 1094 Soldaten. „Danke“ sagte Bögel den Patengemeinden der Einheiten. „Sie sorgen für eine wichtige Integration unserer Soldaten in der Gesellschaft“, wandte sich der Kommandeur an die Vertreter der Kommunen.

Kurz fasste sich Militärpfarrer Martin Klein am Ende des Empfangs. „Grüß Gott für das neue Jahr“, sagte er und wies darauf hin, dass das Gelingen im Leben nicht allein in unserer Hand liegt.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.