Kitzingen

Silvester: Schlägerei, Schäden und eine geplatzte Fruchtblase

Gut zu tun hatten die Rettungskräfte in der Silvesternacht. Während die einen das neue Jahr mit Raketen begrüßten, waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.
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Die Einsatzbereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Silvesternacht. Foto: Felix Wallström, BRK

Die Silvesternacht zählt für den Rettungsdienst zu den arbeitsreichsten Nachtdiensten im ganzen Jahr. Mit 18 Einsätzen im Landkreis verlief diese auch von 2019 auf 2020 eher arbeitsreich, teilt BRK-Kreisgeschäftsführer Felix Wallström. Erfreulicherweise sei jedoch nur bei zwei Einsätzen ein Notarzt notwendig gewesen.

In der Spitze waren vier von acht Rettungswagen gleichzeitig unterwegs. Die Einsatzmeldungen waren laut  Wallström vielfältig: alkoholisierte Person, Schlägerei, bewusstlose Person, Schlaganfall, Verkehrsunfall. Zudem war bei einer Frau die Fruchtblase geplatzt. Die werdende Mutter habe man nach Würzburg in die Missio-Kling gebracht. Größter Einsatz war der Scheunenbrand in Kaltensondheim.

Unterstützung durch Ehrenamtliche

Wallström zieht eine zufriedene Bilanz der Silvesternacht: „Unser Konzept ist auch in diesem Jahr wieder aufgegangen." Es sei gut gewesen, dass wieder ehrenamtliche Kräfte das BRK unterstützten. So habe man das erhöhten Einsatzaufkommen gut bewältigen können.

Im Einsatz waren in der Silvesternacht auch Feuerwehren des Landkreises. Neben Kaltensondheim mussten sie nachts in Kitzingen und Volkach ausrücken, heißt es im Pressebericht der Polizeiinspektion Kitzingen. Am Bleichwasen in Kitzingen hat ein Unbekannter zwischen 23 Uhr und Mitternacht einen Baum am Mainufer angebrannt. Die Kitzinger Feuerwehr löschte das Feuer. Zudem brannte in Volkach gegen 0.50 Uhr Am Alten Bahnhof ein Abfalleimer. Die Volkacher Feuerwehr konnte die Flammen löschen, ohne dass ein nennenswerter Schaden entstand, teilt deren Pressesprecher Moritz Hornung mit.

Mit Machete und Kampfmesser bedroht

Gut zu tun hatten auch die Beamten der Polizeiinspektion Kitzingen. In Mainstockheim an der Hauptstraße feierte eine Gruppe Silvester in einem Bauwagen, als Unbekannte gegen 3.20 Uhr eine Fensterscheibe einwarfen (Schaden: 50 Euro). Zeugen sahen zwei unbekannte, die in Richtung Mainufer wegliefen.

Zudem wurden die Polizisten zu einer Schlägerei in Kitzingen gerufen. Am Stadtgraben  hat eine Gruppe Männer zunächst zusammen gefeiert. Ein 20-Jähriger und ein 30-Jähriger gerieten aber gegen 2.40 Uhr in Streit, bei dem der Jüngere dem Älteren ins Gesicht geschlagen haben soll. Als andere aus der Gruppe den 20-Jährigen zur Rede stellen wollten, bewaffnete sich dieser laut Polizeibericht mit einer Machete, einem Kampfmesser sowie Pfeil und Bogen und bedrohte damit die anderen. Beim Eintreffen der Polizei wollte der 20-Jährige davonlaufen. Er stolperte, konnte überwältigt werden und verbrachte den Rest der Nacht verbrachte er in Polizeigewahrsam. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Personen leicht verletzt.

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