Kitzingen

Siedlungsschule wird durch neue Halle „erheblich aufgewertet“

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Kitzinger Stadtrat vor der Sommerpause. Aber die heißen Themen Florian-Geyer-Halle und Bleichwasen-Parkplatz sparte er aus.
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In den Jahre gekommen ist die alte Sporthalle auf dem Gelände der Siedlungsschule in Kitzingen. Jetzt wird sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Noch einmal viel vorgenommen hatte sich der Kitzinger Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Jedoch wurden der mögliche Ausbau der Florian-Geyer-Halle von einer reinen Sporthalle zu einer Mehrzweckhalle und der CSU-Antrag, den geschotterten Parkplatz am Bleichwasen zu befestigen, diesmal nicht behandelt. Letzterer soll nun in der nächsten Sitzung am 2. Oktober auf die Tagesordnung zurückkehren.

Zahlreiche Bauprojekte

Zahlreiche Bauprojekte laufen in der Stadt derzeit parallel. Nachdem am Donnerstagmittag das Richtfest auf der Baustelle der Zweifeldsporthalle im Deusterpark gefeiert worden war, brachte der Stadtrat am Abend den nächsten Schritt zur neuen Schulsporthalle der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung auf den Weg. Zunächst muss dort die bestehende Halle abgebrochen werden. Diese Arbeiten, die im September beginnen sollen, vergab der Stadtrat an die Firma Bömmel Bau aus Nüdlingen. Dass die Angebotssumme mit 574 000 Euro um 36 Prozent über den berechneten Kosten lag, verhinderte ein einstimmiges Ergebnis (23:2).

Für den Außenbereich an der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung stimmte der Rat der Anschaffung eines Klettergerüstes zu, das im Bereich des neuen Kinderhorts aufgestellt werden soll. Laut Sachvortrag werde der Außenbereich dadurch „nochmals erheblich aufgewertet“. Da der Förderverein der Grundschule 15 000 Euro zuschießt, fallen für die Stadt noch restliche Kosten für Lieferung, Montage und Untergrund in Höhe von rund 19 000 Euro an (25:0).

Neugestaltung des Sporplatzes

Ebenso stimmte der Stadtrat der Neugestaltung des Bereichs südlich der neuen Sporthalle zu. Der bislang als Sportplatz und auch Pausenhof genutzte Platz soll laut Entwurf in eine aktive und passive nutzbare Fläche gegliedert werden. Neben einem durch zwei Ballfangzäune gesicherten Bolzplatz unmittelbar neben der Halle sieht der Plan eine Unterteilung durch Hecken, Bänke und Tische sowie eine freie Spiel- und Liegeweise vor. Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sind nach aktueller Schätzung auf rund 510 000 Euro.

Oberbürgermeister Siegfried Müller führte hierzu aus, dass durchaus die Hoffnung bestehe, im Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) als Nachrücker in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Ohnehin werde das Vorhaben erst nach Fertigstellung der Schulsporthalle in Angriff genommen. Schulreferent Uwe Pfeiffle (FW) warb um Zustimmung für diese „sinnvolle und schöne Maßnahme“ und wurde von seinen Ratskollegen erhört (25:0).

Mehr Geld vom Staat

Im Dezember 2016 hatte der Stadtrat für den mit drei Millionen Euro berechneten Neubau des Kindergartens St. Johannes in der Glauberstraße mit Erweiterung um zwei Kinderkrippengruppen eine Förderung von maximal 2,5 Millionen Euro beschlossen. Nun darf sich der Träger trotz seiner auf 3,3 Millionen Euro gestiegenen Kosten über einen höheren Zuschuss freuen. Die Regierung von Unterfranken erhöhte ihre Förderung auf 1,9 Millionen Euro. Daneben bestätigte die Stadt ihren Anteil von 900 000 Euro, so dass der Eigenanteil der katholischen Kirche auf unter 500 000 Euro sinkt. „Es ist nur legitim, dass die Stadt den höheren Zuschuss eins zu eins weitergibt. Schließlich haben wir ein großes Interesse an gut ausgestatteten und modernen Kindergärten“, erklärte Müller. Die notwendige Beschlussänderung passierte mehrheitlich den Rat (24:1).

Einstimmig bestellte das Gremium Christina Thiele, seit Juli 2015 wieder bei der Stadt Kitzingen angestellt und seit Februar im Standesamt, zur Standesbeamtin. Da Dieter Borawski als bisheriger Leiter des Kitzinger Standesamts im Mai in Ruhestand gegangen war und Uwe Plomitzer dessen Position einnahm, musste der Rat eine neue Standesbeamtin bestellen.



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